Donnerstag, 26. Juli 2012

Fledermäuse

Es wird Zeit, dass diese Olympiade beginnt! Es ist grausam mit an schauen zu müssen wie die Journalisten Weltweit sich die Story`s aus den Finger saugen und krampfhaft interessante Geschichten suchen.

Gestern habe ich auf SF 1 einen neuen Beitrag von diesen Kriminalfällen aus unserem Land gekuckt und mich grausam geärgert. Wir haben dieses Phänomen schon öfters  im Familien und Freundeskreis besprochen. Lange habe ich gehadert ob ich auch einen Beitrag dazu schreiben soll. E voilà, hier ist er!

An machen Tagen überschlagen sich die Informationen von neuen Gräueltaten in den Medien. Das Attentat in Aurora soeben. Norwegen mit Herr Breivik Jährte sich auch soeben zum ersten Mal. Kriminalfälle in der Schweiz welche von ungeheuerlicher Grausamkeit geprägt sind, sind leider heute  Tagesordnung. Der Lucie Typ und ebenso der beinahe Armbrust Mörder von Luzern. Alle diese Menschen, oder einige, sind vor ihrem ersten Attentat nie gross aufgefallen. Sagt das verantwortliche System. Sie werden in den Medien als nette und bisher unauffällige Menschen beschrieben. Bohrt man dann ein bisschen weiter, merken sie, dass tausendseitige Manifeste verfasst worden sind oder zum Beispiel auf Facebook alles kommuniziert worden ist!

Sorry ich finde sie nicht nett. Ebenso finde ich, dass wir ihnen zu viel Aufmerksamkeit schenken.  Gerade jetzt im Sommer wo die Nachrichten rar sind, saugen wir die Geschichten von den Toten in Aurora auf. Es berührt jeden. Jeder möchte darüber reden. Auf tragische Weise sind in einer Nacht 12 unschuldige Menschen umgekommen. Kein Mensch wird in einem Jahr noch an diese 12 Menschen denken. Der Attentäter und mögliche Nachahmer werden aber noch Jahre in den Medien sein. Soviel Rummel animiert potentielle Nachahmer doch gerade. Wer versteht schon was in den Köpfen solch kranker Menschen abgeht?!

In der Schweiz lese ich Berichte, wo zur kommenden Batman Premiere die Sicherheitsregeln erhöht werden. Sagt mal wo leben wir?! Wenn wollen wir schützen?! Diese Kranke und feige Sau in Amerika, ebenso in Norwegen oder hier in der Schweiz ein, zwei üble Typen machen nicht zwei Mal das gleiche. Das Justiz System müsste besser organisiert sein. So dass solche Menschen, vor allem wenn sie Ihre Taten schon ankündigen, nicht nur auffallen sondern auch Dingfest gemacht werden.


Im Bürgerkrieg in Lybien, der etwas mehr als ein Jahr nun andauert sterben jeden Tag Menschen. Viele davon unschuldig. Es sind auch viele Kinder dabei. Laut Angaben sind seit Anfang Krieg im Februar 2011 zirka 30`000 Menschen umgekommen. Etwa doppelt soviel sind verletzt! Wer redet von denen?

Ich oute mich hier öffentlich als grossen Batman Fan. Wenn nicht im Kino, dann kaufe ich mir sicher die DVD und schaue in mir an. ICH BIN NICHT KRANK!! Ich bin mir bewusst, dass ich jeden Tag, dank einer üblen Sau sterben kann. Im Kino, im Migros oder sonst wo. Vielleicht sollten wir uns auch überlegen weshalb ein Mensch so krank wird. Alle sprechen immer von diesen Video Games. Bei der Batman Premiere in Aurora um Mitternacht haben sich neben vielen Kinder auch Babys im Kinosaal befunden!!! Ich weiss nicht ob es nützt aber vielleicht wäre das auch einmal ein interessanter Ansatzpunkt. Wenn ich meine Schwester in den USA besuche und um 23 Uhr spontan noch Lust habe zu shoppen treffe ich im Walmart viel Eltern mit Kinder und Neugeborenen an.... Was hat ein Kind an einem solchen Ort zu suchen?! Mein Sohn schläft um diese Zeit. Auch in naher und ferner Zukunft. Er muss auch noch nicht ins Kino. Vielleicht bin ich altmodisch. Sein Tag endet um 19.30 Uhr. Keine Regel ohne Ausnahme, klar! Es besteht die Hoffnung, das er normal und gesund aufwachsen darf....

....etwas was die vielen unschuldigen Kinder von Lybien bestimmt auch möchten...


Liebe Grüsse
Eveline

Ajo, für alle Batman Fans: Heath Ledger als Joker war doch wirklich grandios, oder?!
Darf man das echt noch so empfinden?!?!



Sonntag, 15. Juli 2012

Liebesrezept

Fragt ihr euch manchmal auch wie das mit der Liebe funktioniert?
Was hält zwei Menschen manchmal ein ganzes Leben beieinander?!

Ich bin in einer intakten Familie aufgewachsen. Mein Lebenspartner Ro ebenso und komischerweise auch  die  "angeheirateten" Partner von unseren Geschwister.  Diese 50:50 Regel trifft somit glücklicherweise nicht auf uns und auch nur ganz selten bei unserem Freundeskreis zu.

Trotzdem nutzen wir aktiv jede Chance um mit unserem Gegenüber zu streiten. Konsequent und grausam nervig.
Kein Toilettendeckel, Spinnennetz, Konfiklecks wird ignoriert. Offene Wünsche werden geäußert und eingefordert. Niemand in unserer Familie gönnt dem anderen das letzte Wort. Generell hat jeder Recht...

Eine total ehrliche und ebenso intolerante Familientruppe haben wir da beisammen.

Da stehe ich letzte Woche bei wahnsinnig romantischer Stimmung mit meiner Freundin am Bryan Adams Konzert. Vor mir ein älteres Paar. Der Mann hatte sich wohl bei den einzigen 3 Sommertagen in der Schweiz bis jetzt die Rücken/Armpartie etwas zu fest verbrannt. Auf dem rechten Oberarm war deutlich ein älteres Tattoo zu sehen. In den Schwingen eines entsetzlich hässlichen Adler war das Kinderbild von einem zirka 1.5 Jährigen zuckersüssen Mädchen. Wenn ich den Mann realistisch schätzen müsste, ist dieses Kind heute sicher so alt wie ich, wenn nicht älter. Neben ihm eine sehr sympathische Frau. Normal gealtert. Sicher 60 Jahre alt. In ihren Finger ist eine leichte Gicht zu entdecken. Doch sie lächelt nett und das macht sie (mit der guten, gelösten Stimmung am Konzert) extrem viel jünger.
Keine Ahnung ob sie die Mutter von dem Mädchen ist. Ich gehe einfach davon aus. Alterstechnisch passen die zwei zusammen. Sie sehen nicht ausgewechselt aus. Die Tiefe Freundschaft der beiden ist gut spürbar.
Während jedem (!) Klassiker von Bryan Adams nehmen sich die zweien den Arm und tanzen eng umschlungen.

40 Jahre eine gemeinsame Zeit. Kinder aufziehen, arbeiten, Geld verdienen. Häuser umbauen. Katastrophen überstehen. Tausend kleine und sinnlose streitereien austragen. Was muss ich machen, dass ich mit 60 ig Ro noch an meiner Seite habe?! Nicht nur an meiner Seite, sondern auch in meinem Herz. Dass ich böckig bin, ihn in die Arme zu nehmen und das rund um uns die nächsten 60 Minuten auszublenden?!

Wann geht das verloren in einer Beziehung? Weshalb schaffen die einten es zu behalten und andere bauen einfach eine intakte, seriöse Beziehung auf?

Ich möchte daran arbeiten. Das hat mir das Päärli am Konzert aufgezeigt. Ich muss nur noch eine gemeinsame Leidenschaft finden. Das wird schwieriger. Mein Partner und ich hatten nie gemeinsame Leidenschaften wie Konzerte oder Kulturelles. Vieles machen wir nicht gemeinsam....Ich mache Ro glaube ich den Vorschlag einen VW G60 zu posten. Wir haben noch immer keine Familienkutsche seit ich das Pfefferauto verkackt habe. Diesen motzen wir dann mit jedem Schnickschnack auf und schicken Sohnemann in 15 Jahren an die Autoausstellungen. So wie wir damals. Jung und wild! Wir könnten dann verliebt wie eh und je alle seine jungen Auto Liebhaber Kollegen beeindrucken. Coole Alte hat der Junge. Vielleicht kann ich Ro auch noch zu einem Tattoo überreden?!
Genau so mache ich das ;o)

Jepaa,
ich hoffe der Sommer kommt wieder.
Eveline



Samstag, 7. Juli 2012

Happy Birthday altes Haus

Du meine Güte. War ich wieder lange weg. Manchmal frage ich mich wie es so schnell gehen kann. Wenn man dann aber zurück schaut sieht man wie viel gegangen ist in der Zeit.
Noch zirka 8 Wochen und wenn alles gut geht dürfen wir einem kleinem Menschlein grüezi sagen. Ich habe zwar das Gefühl die Lieferbedingungen bei dieser Schwangerschaft seien etwas anstrengender als beim kleinen Mann vor 3 Jahren aber vielleicht wird auch die Ungeduld nur grösser.

Unser grosse Umbau geht zu Ende. Noch warten wir auf neue Fensterläden, eine Türzarge muss noch ersetzt werden, da die Badewanne wirklich zu gross für unser Treppenhaus war und irgend einmal muss alles noch gefugt werden.
6 Monate hat dieser Umbau gedauert. Die ersten 3 davon dachte ich gehen nie vorbei. Schaut man zurück, war alles easy.

Mann/Frau kann also tatsächlich aus einem alten Haus ein neues machen. Heute sieht man die 50 Jahre welches unser Haus dieses Jahr auf dem Buckel hat, nur noch äusserlich an. Wenn man wie wir wirklich alles erneuern will, braucht ein solcher Akt viel Zeit, eine gute Planung, möglichst wenig schon geborene Kinder, viel Kraft, eine sehr intakte und stabile Beziehung, Durchsetzungswille, viel Erspartes, Spontanität und gute Nerven.

Ich habe das bestimmt in dieser Blogreihe schon öfters erwähnt. Ohne gute Zusammenarbeit mit Handwerkern eine Handvoll guter Freunde, eine starke Familie und den Mut inmitten all deren mit dem Partner über sinnloses zu streiten, ohne all das geht so ein Umbau nicht.
Ich bin grausam launisch zur Zeit. Deshalb gebe ich allen Mannen die meinen Blog lesen den gut gemeinten Tipp. Wenn ihr ein Haus umbauen möchtet. Egal ob ihr bei diesem Projekt auf eure Partnerin angewiesen seit oder nicht. Tut es bevor sie Schwanger ist. Danach geht sie euch nur noch non stopp auf den Senkel.
Ich bedanke mich bei allen die während den letzten 6 Monaten mich aushielten und ab und zu mit Ro einen Jäger gekippt haben.
Danke!

Eure Eveline.

Samstag, 12. Mai 2012

Geschlecht

So viele Menschen fragen mich diese Tage ob ich den wisse WAS es gibt? Ich antworte stets gleich darauf. Habe ich schon bei klein A. so gemacht.

Ja, ein Kind!

Es gibt dann Menschen die kapieren diese Antwort sofort. Das sind tolerante Menschen, welche ganz 2012 angekommen sind. Das sind die Frauen die vielleicht bei einer eigenen Schwangerschaft  das Geschlecht von ihrem Kind wissen wollten. Mich aber auch verstehen. Ich verstehe das voll und ganz. Der "Gwunder" und die Vorfreude auf das was da kommt ist sicher einfacher wenn man sich auch noch auf das Geschlecht vorbeireiten kann. Es ist dann vieles schon geklärt..
Für mich war das bei der Ersten Schwangerschaft gar kein Thema. Jetzt bei der zweiten fällt es mir auch schwieriger. Aber dieses Mal kann ich auch die wahnsinnige Lust auf Citterio nicht unterdrücken!! Ist irgendwie eh alles anders....

Für all die Menschen die meine Antwort nicht verstehen, hier eine kleine Erklärung. Ich habe eine Bekannten die hat mir diese Woche etwas tragisches so nebenbei erzählt. Es war nicht das Hauptthema unserer Diskussion und doch für mich sehr aussagekräftig. Sie war das erste Kind ihrer Eltern. Der Vater war still als ein Mädchen auf die Welt kam, denn es war ein lange erwartetes Kind. Die vielen vorher gegangenen Schwangerschaften konnten nicht ausgetragen werden. Als sich ein Geschwisterlichen ankündigte flippte der Vater aus. Die Mutter ein Nichtsnutz. Wieder eine Tochter...!
Es spielt keine Rolle, dass meine Freundin einen Ausländischen Vater hatte oder sie noch in den siebziger Jahren zur Welt kam. Der Vater hat einfach einen Moment vergessen, dass A Kinderkriegen kein Wunschkonzert ist und B verdammt noch mal der Mann für das Geschlecht zuständig ist.
Wie muss es für ein Kind sein, wenn es weiss das eigentlich der Vater es so wie es da ist gar nicht will. Was ist das für ein Aufwachsen? Es fehlt ja nur ein "Pfiffli"..

Wir leben im Jahre 2012 und meinen, fast, alles ist planbar. Ist es nicht! Ich wünsche mir für meine Kinder, dass sie glücklich sind und mit dem Geschlecht mit welchem sie auf de Welt kommen sich zurecht finden. Mir macht es angst wenn ich daran denke einen Buben zu bekommen und er mir schon früh erzählen müsste, dass dieses Geschlecht so gar nicht zu ihm passe. Umgekehrt natürlich auch. Ich rede hier nicht von Sexuellen Neigungen, die sind mir egal. Das geht mich nichts an. Ich rede vom falschen Geschlecht! Oder was ich noch tragischer finde von keinem Geschlecht. Eben war wieder ein Beitrag im Schweizer Fernsehen (bei 10 vor 10) von diesen Kinder die ohne Geschlecht zur Welt kommen. Es sind Intersexuelle Kinder. Jedes 500 geborene Kind hat kein Geschlecht. Dann fängt das Wunschkonzert an. Die Operationen, die Spital Aufenthalte. Anstatt abzuwarten und das Kind zu fragen...! Ich wünsche mir, dass mein Partner und ich und vor allem mein Kind nie  vor diese Wahl gestellt werden.

Wir waren 3 Mädchen zu Hause. Zu keinem Zeitpunkt in unsere Kindheit war das ein Thema. Wäre ich verheiratet wäre der Name von unserem Vater ausgestorben. Na und?! Gibt wohl schlimmeres oder? Erst Recht wenn mein Namens Kollege bei den sieben Zwergen in Bern weiter so freudig sinnlose Flügerli posten will.. Unsere Eltern haben uns zu selbständigen Frauen erzogen. Da kein Junge da war, stand es nie zur Diskussion, dass wir irgendetwas nicht können oder erlernen dürfen. Gerade den immer noch vielen Männer unter uns, die sich so zwingen den Stammhalter wünschen, lege ich es nahe, sich mal einen Bericht über Intersexuelle Kinder anzuschauen...

Sodeli, genau darum ist es mir eigentlich egal was den Weg zu uns findet. Es ist beides herzlich Willkommen. Sollte es dieses Mal ein Mädchen sein, flippe ich kurz aus wegen den Kleidli ABER wegen dem Geschlecht spielt es so gar keine Rolle für mich. Ich finde beides Super!

Das wäre meine Muttertags Sicht. Hebet en schöne Sonntag,
Eveline






Sonntag, 29. April 2012

HUGO

Als junges Mädchen (oh ich habe dieses Wort gehasst "Teenager") war ich laut, stürmisch und alles andere als angepasst. Doch ich war freundlich, zuvorkommend und stets gut gelaunt.
Ein Grund weshalb man viel mit mir machen konnte. So erlebte ich zum Beispiel 3 grauenhaft unfreundliche Lehrjahre. Im Glauben, dass nicht einmal meine Eltern diesem vorwitzigen Ding glauben schenken würden, habe ich beinahe zwei (lange Jahre) darüber geschwiegen was wir so Nacht für Nacht im Lehrbetrieb erleben mussten. Als ich endlich darüber sprechen konnte wurde es nicht einfacher aber erträglicher.
Ich hatte mir verbündete ins Boot geholt!

Noch heute läuft es mir kalt den Rücken ab, wenn ich meinen ehemaligen Lehrmeister sehe. So letzte Woche geschehen. Hat er mich in seinem Auto gekreuzt. Ich möchte laut schreien. Nicht über die verlorenen drei Lehrjahre. Nicht über diese unerträglichen Stunden in seinem Betrieb. Nicht über die sinnlos geweinten Tränen!
NEIN, darüber, dass ich mich viel zu selten gewehrt und für mich eingesetzt habe!!
Ich war Gottverdammte sechzehn Jahre alt und wollte lernen. Und er?! Er wollte seine Launen ausleben. An jungen motivierten Menschen.
Ich habe noch heute das, starke, Bedürfnis ihm irgend einmal die Meinung zu sagen und dann mit flacher Hand ihm seine scheiss Pfeife ins Gesicht zu drücken!

Schon damals, ich sechzehn Jahre jung, war es meine drei Jahre Jüngere Schwester die stark war. Sie die leise, nicht sehr freundliche und energische Pipa.
Diese Eigenschaft, welche bestimmt nicht immer sehr gut ankommt, hat sie von unserem Vater. Einem gradlinigen, ehrlichen und sehr korrektem Mann. Einer der alle erdenklichen Schweizer Schimpfwörter gerne und auch oft anwendete!
Oh wie habe ich mir diese Eigenschaften gewünscht.
Einer der aber ebenso nett und grosszügig war. Und sehr emotional!
Halt so wie ich bin!


Ich hatte zwar den Mut stets das letzte Wort zu haben...um dann kuschend doch jeden Scheiss zu machen.
Für Freunde konnte ich mich zu jedem Zeitpunkt einsetzen doch für mich?! Never...!

Nach meiner Zeit als Lehrling hatte ich "gottseidank" den Mut weiter auf meinem Beruf zu arbeiten. Ich konnte währen 4 Jahren in einer Backstube in Würenlos arbeiten. Dass ich Hans Schwab kennenlernen durfte war ein grosses Geschenk! Erstens habe ich festgestellt, das nicht jeder Bäcker ein Riesen Arschloch sein muss und er gab mir die Chance alles nicht erlernte noch an zueignen. In seinem Betrieb durfte ich wachsen und selbstbewusst werden. Ich bin überzeugt davon, dass man jedem Produkt welches die Backstube von Hans und Maja Schwab verlässt, die nette "Menschenhaltung" anmerkt. Ihre Kinder sind gute Freunde von mir. Einfach eine flotte Family!

Als ich 2003 zu der Schweizerischen Post wechselte war ich eine gefestigte Person. Stark genug um mit jedem Menschen klar zu kommen. Ich setzte mich für mich ein ohne mein freundliches Wesen zu verlieren. Ich glaube ich darf von mir behaupten absolut Kundenfreundlich zu sein.  Ich hatte seit meiner Ausbildungszeit nie mehr mit einem Vorgesetzten Probleme. Überall konnte ich mich an einer guten Zusammenarbeit erfreuen und wurde stets gefördert!
Doch kommt ein Bäckerarschloch wie der Herr Lüscher vorbei, kann ich auch gut nein sagen.
So nicht mit mir!

So geschehen letzten Mittwoch und so kommen wir zur eigentlichen Geschichte heute.
Wow, das ist mal weit ausgeholt...sehr weit sogar für mich ;o)

Ich war mit klein J. shoppen und anschliessen im Migrosrestaurant. Während wir zwei Alten einen Kaffee tranken spielte mein Sohnemann im HUGO Häuschen (Wo sonst?!). Als es Zeit für die Heimreise war, ging ich zu ihm und sagte ihm er dürfe noch einmal die Rutschbahn runter rutschen. Doch diese angekündigte Heimreise fand er gar nicht prickelnd und verfiel Null Komma nichts in ein Riesen Geschrei! Darauf hin erklärte ich im ruhig er habe nun genau zwei Möglichkeiten. Entweder sofort diese Schreierei einzustellen und diese Rutsche zu benützen oder wir würden SOFORT nach Hause fahren.
Er ignorierte meine Drohung und schrie weiter. So packte ich den 13 Kilomann unter der rechten Arm (einen Riesen Mist wenn man nur noch 5 Kilo heben sollte) und steuerte meine Schwester an. Die schon am zusammenpacken war. (Das nennt sich Teamwork)
Ich war sehr stolz auf meine konsequente Erziehung und ignorierte darum auch beinahe die anderen Menschen.
Am vordersten (!!) Tisch zum HUGO Häuschen sass ein pensioniertes Grosselternpaar mitsamt einem sehr adrett und ordentlich ausschauendem zirka 5 Jährigen Mädchen. Wie ich also mit meiner Sirene diesen Tisch passiere höre ich wie der Herr zu MIR sagt: "Geht ja gar nicht dieses Geschrei"
Ich lief weiter um einen Tisch später den heftigen Arschtritt von Pippa und Papi zu spüren! "Eveline wehre dich!!" So mache ich einen eleganten Schritt zurück und sage: "SORRY, was haben sie eben gesagt?! Er schreit zu laut?! Sitzen sie doch das nächste Mal bitte ins Hugo Häuschen und so nebenbei, Sie haben bestimmt nie geschrien, he?! Also mit ihnen wäre ICH bestimmt auch nicht raus!"

Jäno, manchmal klappt es manchmal nicht. Manchmal bin ich wie mein Mami und klein J. und viel zu nett. Manchmal bin ich Pippa und wehre mich und manchmal..ganz selten benutze ich alle erdenklichen Schimpfwörter wie Papi...aber das meistens nur im Kopf, im Wunschdenken...zu Hause. So zum Beispiel wenn ich sagenhafte 45 Minuten im Wartezimmer sitze und artig lächle, wenn die Ärztin dann um 5 vor 11 trotzdem noch kommt. Der liebe Ro aber nach der langen Warterei schon wieder zum nächsten Kundentermin muss und beim grossen 20 Wochen Check, genau 5 Minuten dabei ist. Der begleitet mich sicher nie mehr... ;o(
Gopferdammihueresiech nonemol!!!

En tolle Wochestart morn,
Eveline



Montag, 9. April 2012

Wo Mami Rüebli?! Oder das Ende einer tollen Osterzeit!

Die Idee war simpel, die Umsetzung sehr lecker, wenn ich dem Ro glauben darf, das Resultat vernichtet!
Ich bin soeben gelandet, auf dem harten Boden der Realität.
Wäre es nicht mir passiert würde ich es sicherlich genau so lustig finden wie mein Mann.
Der hat immer noch Tränen in den Augen. Betrachtet das ganze als persönlichen Sieg...ich nur als grossen Verlust. Denn ich weiss von was ich spreche!
Leider ist mir nicht zum Lachen, ich möchte mich verkriechen und vor Scham im Erdboden versinken.

Jeder der mich persönlich kennt, wusste das es so kommen wird, muss..
Es war beinahe so sicher wie das Amen in der Kirche!

Doch ich war mir sicher, ich könne dem trotzen. Meine Hoffnung war riesig.

Hat doch auch alles gut begonnen.
Noch keine vier Monate alt, hat mein Sohn alles essbare schampar fasziniert. Ich kochte Kiloweise Rüblibrei. Der kreativ durch mich mit verschiedensten Gemüsesorten ergänzt wurde.
Auch Früchte jeder Art genoss der kleine Mann sehr zu meinem erstaunen.

Ich die weder noch isst! Hat ein Kind, dass nicht einmal von Rohkost oder sogar Äpfel zurückschreckt!

Heute habe ich frische selber gemachte Ricotta-Zitronen Ravioli gemacht. Dazu gab es gestamtes Gemüse. Kartoffeln, Rüebli, Blumenkohl und Peperoni. Fein ab geschmeckt mit frischen Kräutli und einen leichten Touch von Butter.

Klein Sohnemann hat geschätzte 10 Ravioli verdrückt.
Zum Gemüse meinte er.
"Nicht gern!" UND das gefürchtete "WO MAMI RÜEBLI?!?!?"

Basta.... brauchte keinen weiteres Versuch zu starten. Erst Recht nicht als ich beinahe würgend ein klitzekleines Rüebli runterwürgte. Wollte ja ein Vorbild sein...HA!!

Liebe Bologleser/innen, jetzt brauche ich euch!!
In jeder Erzieherischen Sache habe ich euch den Rücken gestärkt. Euch animiert jederzeit anders zu sein.
Ich bin verdammt...anders. Und allen Kritikern gegenüber auch sehr gesund.
Ich wollte nur nie, einen Menschen heranziehen mit dem gleichen Schaden wie ich!
Könntet ihr mir bitte heute sagen, dass es absolut normal ist, dass ein 30 Monatiges Kind nicht gerne Gemüse isst. Dass das dann schon noch kommt. Dass ein Vorbild in der Familie genügt. Dass mein Sohn nicht den gleichen Schaden wie ich bekommen wird?!

Würdet ihr das bitte für mich tun?

DANKE
Eveline

...ähmm und wenn ihr meinen Mann seht, könntet ihr im dann einen festen Tschutt verabreichen? Schadenfreudige Chogg de! ;o)

Montag, 26. März 2012

Eier Sucht

Mein kleiner Mann schaut eigentlich bis jetzt nicht gerne TV. Um so mehr erstaunt es mich was so ein kleiner Mann alles kennt. Knapp zweieinhalb Jahre alt und er kennt diverse "Stars" aus dem Fernsehen. Noch nie hat er in der Flimmerkiste z. B. einen Schlumpf gesehen und trotzdem kennt er die Namen diverser Blauer Männchen besser als ich! Okee..dort Hilft im Schlumpfen Fan Papi ;o)
Ebenso kennt er sozusagen jedes Maskottchen aus jedem Einkaufsladen der Schweiz. Seine Lieblinge sind Hugo, Nina und Tobi. Wo diese drei oder auch nur einer darauf ist kommen wir nicht vorbei!
"Mami kaufe!" Fordert er..

Alle anderen "Stars" kennen wir aus der weiteren "Kaufsucht" von unserem Sohn. Das wären dann die Kinder Spielzeug Schoggi Eier. Angefangen hat alles mit dem ersten Ei von seinem Neuenhofer Freund R. der es als Mitbringsel zu uns brachte.

Im Anfangsstadium haben klein A. nur die gelben Eier interessiert. Seine Leidenschaft zu echten Eier hat in Kombination mit der Schwedischen Küche, die er zum letzten Osterfest vom Grosi erhalten hat, die Begeisterung für die kleinen gelben Eier geweckt. Die Schoggi und das Spielzeug waren (noch) nicht interessant. Er hat stundenlang Eier gekocht. Am Anfang war das ja auch kein Problem. Meine Leidenschaft zu den echten Eier ist ja auch gross und so habe ich halt alle Plastikeili in einem echten Eier Karton versorgt und in seiner Küche deponiert.

Letzten September sind wir dann zu Pippa geflogen. Mit dem Flugzeug über den grossen Teich. Das Spielzeug auf ein Minimum reduziert ABER inklusive 15 Stück (!) Plastikeier. Diese haben wir auch erfolgreich wieder in die Schweiz re importiert...Irgendwie hatte Gotti Pippa keine Freude an den Dinger.
;o)

Seit dem ersten Ei haben sich diverse Sachen geändert. Noch immer liebt er die Eier. Aber die Schoggi und das Spielzeug sind nun auch sehr interessant.
So kommt es, dass er oft aber nicht immer, eins von mir geschenkt bekommt. Ebenso vom Papi, Grosi, Tanti etc..!
Das wiederum bedeutet, dass wir in Eier baden könnten. Wir sind Eier-Reich!
Überall hat es Eier. Im Spielzeugkistli. In der Küche, unter der Küche. In jedem Zimmer...überall!!

Soeben habe ich einige Dinge von unserem Exil Zu hause gezügelt. Die Umbauphase neigt sich dem Ende zu. Die Arbeiten welche wir selber machen können sollten diese Woche im OG fertig sein. Meine Freude ist riesengross. So gross, dass ich die 48 gezügelten Eier gut ignorieren kann. Im Moment darf er sie noch behalten. Ist ja bald Ostern.


Einen wunderschönen Wochenstart,
Eveline