Mittwoch, 17. Januar 2018

Hamster


Bigoscht. Ich muss heute etwas ausholen. Ich weiss, viele von euch haben meine Geschichten vermisst. Ich allwäg am meisten. Doch zwänzgsechzehn und siebzehn waren grandiose Jahre. Und ich habe einfach keine Zeit gefunden an meinen Computer zu sitzen und zu schreiben. Natürlich war ich auch in den vergangenen Jahren nicht untätig. Ich habe auf Instagram über 1000 Fotos hochgeladen. Mit vielen Geschichten. Halt Kurzgeschichten. Aber das hat ganz gut gepasst. Jetzt habe ich mir jedoch vorgenommen, heuer wieder richtig zu schreiben. Geschichten, die wie immer zum Nachdenken anregen sollen. Euch zum Lachen oder Weinen und Toben bringen dürfen. Ich sage es einmal und danach nie wieder. Es bleiben Geschichten. Dahinter die richtige, echte Eveline zu suchen ist naiv und ziemlich falsch. Es kann sein, das ich das Niedergeschriebene 1:1 so erlebt habe. Doch ich denke, das ist eher selten. Gerne erinnere ich euch an diesem Punkt an Steven King. Es gibt keine sprechenden Autos. Wörkli nicht!
Ich liebe es zu übertreiben, zu dramatisieren. Ich mag Geschichten, worüber man sonst nichts liest. Ich bin eine alternde Rampensau, die das Scheinwerferlicht liebt und verdammt gerne im Mittelpunkt steht.
Ich bin ich!

Herzgruss,
Eveline als Frau Chlämmerlisack


Ich widme diese erste neue Geschichte meinen Söhnen. Euch zu begleiten erfüllt mich mit so viel Stolz und Dankbarkeit. Ich finde euch absolut unglaublich. Dank euch bin ich täglich von Liebe getragen.Merci!



Donnerstagmorgen am 2-fach Cumulusen. Ich muss zum Kontrollcheck. Wartend stehe ich alleine vor dem Kundendienst. Ich fröne meinem liebsten Hobby - Menschen belauschen. „starr nicht“, das sind die meistgeprochenen Worte meines Mannes. Waren es auch jahrelang die von meinen Eltern. Kurz darauf kommt: „fass das nicht an!“
Ich verstehe beides bis heute nicht. Nö...

Vor mir 2 Mütter am Tratschen. Beide mit vollem Einkaufswagen. In einem sitzt ein Kleinkind. Ein zuckersüsses Mädchen steht geduldig daneben. Eine Mutter trägt ein Neugeborenes. Bilderbuchmütter. Eigentlich sehr sympathisch zum Anzuschauen. Aber sie labern. Und jammern. Und regen sich auf. Lautstark. Über ihre eigenen Kinder. Über diese drei Kinder. Alle unter 5 Jahre alt. Diese 3 Kinder hören jedes gesprochene Wort. Hässigkeiten, die mich zum Tschudern bringen. Traurig und recht wütend machen. Was tun diese Menschen nur ihrem Liebsten an? Verdammt, denke ich. Ich will mich nicht als Übermutter hinstellen. Doch frage ich mich ernsthaft, gehört das in Kinderohren? In Seelen, die nicht verstehen warum ihre Mütter so böse sind. Die nicht freiwillig Nächte durchfeiern und dir das Auto vollkotzen. Husten und Fieber haben. Zähne bekommen...
Kinder die uns in ihrem Leben bestimmt noch mehr Sorgen machen, als wenn sie Kleinkinder sind. Kinder die erwachsen Menschen werden. Selbständig. Eigenständig. Vielleicht zu Menschen werden, wie wir uns das so gar nicht vorgestellt haben.
Kann vorkommen.
Aber es sind doch unsere Kinder. Unser Leben. Unsere Zukunft.

Warum sagt man ja zu Kindern? Was für Erwartungen stecken hinter dieser Zeitspanne? Was erwarten wir von Ihnen? Gehören Kinder einfach dazu? Ich meine die Anschaffung von einem Hamster als sinnvoller zu betrachten, wenn man das ganze so lieblos angeht. Die Lebenserwartung von einem solchen Tier ist maximal 2-3 Jahre. Verantwortung gleich null. Hamster bekommen keine Zähne, Hamster kommen nicht in die Pubertät. Hamster nerven nicht. Und wenn doch. Passt er allwäg jede Schissi runter. Warum um Himmels Willen bekommen wir Kinder, wenn wir nicht nett zu diesen sind?
Und im Migros über die eigenen Kinder abzulästern ist nun mal nicht nett!
Materiell fehlt es diesen 3 Gschöpfli sicher an nichts. Ich beobachte, dass genau diese Luxusgüter oft mit Erziehung verwechselt werden. Mit Liebe, Aufmerksamkeit und Zeit.

So und jetzt werde ich noch etwas deutlicher. Sollte dich der Hamster schon erschrocken haben, rate ich hier mit dem Lesen aufzuhören!
Ihr lieblosen Mütter, ihr. Ich möchte euch noch eine andere Seite aufzeigen. Stellt euch mal vor, nicht eine Mutter wie ich belauscht euch. Nein, stellt euch vor, die Frau am Migroskundendienst wünschte sich ein Kind! Oder hat ihr Kind verloren.
Stellt euch vor, wie grässlich für solche Menschen eure Worte sind. Wie ungerecht. Dort könnte eine Frau stehen, die nur einen Wunsch hat. Nämlich euren Einkauswagen. Mit allem Drumherum. Und nichts anderes.

Ich wünsche solchen Frauen eine Freundin. Der man am Abend, wenn es stressig war, eine Nachricht schreiben kann. Die zuhört. Aufbaut. Stärkt. Damit in Zukunft keine Mutter mehr im Migros über ihre Kinder jammern muss. Das wünsche ich mir.
Aber ich befürchte, solche grässlichen Menschen haben keine Freunde. Darum müssen sie ihre Sachen ja auch lauthals im Migros kundtun.

Ich wünschte mir, dass die Liebe für die eigenen Kinder, ganz egal wie anstrengend der Tag, die Nacht war, überwiegt!

Und solltest du, liebe Geschichtenleserin, noch keine Kinder haben. Und dir nicht ganz sicher sein. Ob du dich im schlimmsten Fall für dein Kind aufgeben könntest.
Dann. Kaufe dir einen Hamster.
Bitte!





Und hier noch einige grandiose Worte zu diesem Thema von Thomas D. Der gesamte Songtext gehört den Fantastischen Vier und ist auf dem Album Rekord nachzulesen. „Gott ist mein Zeuge“ ist ein Wahnsinnstext! Ich bin nicht Gläubig. Aber ich verspreche. Ich würde sterben, für euch!





Weil du heilende Hände hast und dein Herz auf der Zunge trägst,
Schmerzen verschwinden lässt,
mit nem Lächeln das Bände spricht,
dein Verständnis kein Ende nimmt,
deine Seele unendlich ist,
deine Sätze gebete sind, die du für mich sprichst.
Und auch aus tausend andren Gründen liebe ich dich.

Du bist du ein Kind dieser Sterne,
ein Engel des Lebens,
du bist der lebende Beweis für mich, für Elfen und Feen,
du bist ein Wesen aus Licht,
ewige Quelle der Freude,
ich gebe mein Leben für dich.
Ja, man, und Gott ist mein Zeuge.
Du bist das größte Geschenk, in diesem Leben für mich.
Denn du bist wunderschön lebendig, wie das Leben an sich.
Und täglich rettest du mich,
deshalb versprech ich dir heute,
Ich würd sterben für dich, ja man,
und Gott ist mein Zeuge.



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