Montag, 25. März 2013

Wenn MINI nicht mini ist!


Manchmal habe ich Lust auf Toastbrot. Selten. Wenn aber, dann toaste ich ihn und esse ihn mit leckerer Salzbutter.
Für mich ein bisschen wie Weihnachten...
Wenn ich toaste tue ich das mit einem Designklassiker.
Es ist der Toaster, welcher ich von meinen Eltern vererbt bekommen habe.
Meine Schwester würde jetzt sagen, ich habe ihn mitlaufen lassen, ABER NEIN, ich habe gefragt!
So ein Teil, wo man die Scheiben noch selber wenden muss. Einer der Rot wird wenn er heiss ist. Einer mit Kippschalter. Ein wunderschönes Teil!

Ihr wisst welcher, gell?!

Als ich 1999 von zu Hause ausgezogen bin (jesses das ist nun auch schon 14 Jahre her), haben wir das Öfeli zu Hause schon lange nicht mehr eingesetzt. Es lag verstaubt auf dem Estrich und hatte massiv Flugrost.
Irgendeinmal ist es nämlich ersetzt worden durch ein modernes Plastik Dings. Optisch ein Verbrechen. Hatte aber so ein Schublädli für die Brösmeli, war Energietechnisch sicher besser, man hat sich nicht mehr konzentrieren müssen, da es schier unmöglich war sich die Finger zu verbrennen. Sein grosser Pluspunkt war aber ein Schalter, mit dem man sich die gewünschte Toaströstungstufe einstellen konnte.
Hat nichts gebracht, jeder zweite Toast war schwarz ;o)
So ein richtiges Scheissteil!

Ich stehe ja auf Klassiker. 
Oder auf Spezielles...

Manchmal weiss ich nicht, ob es die Zeit ist welche mir so gefällt, aber viele Sachen auf welche ich so stehe kommen aus den 60/70-er Jahre.

In meinem Traumhaus ist die Küche riesig. Der Boden ist im schwarz weissen Schachbrett gefliest. Am grossen Tisch mit abgerundeten Ecken in der Küche stehen mit Kunstleder bezogene Sessel. Wendbar. Am liebsten in Mintgrün oder Flieder.
In der Ecke steht ein alter Kühlschrank!
Der Rest ist in Chrom…
Auf der Terrasse steht ein alter Gartentisch von Schaffner. Dieser darf ruhig Stellen haben wo der Lack etwas splittert. Erinnert ihr euch an das Gefühl, wenn man mit dem Fingernagel darunter gefahren ist und der Lack bricht?
Auch die Schaffner Stühle finde ich toll. Ich liebe es, wenn sich am Oberschenkel viele kleine Punkte abzeichnen. Man kann noch Stunden später mit der Hand über den Arsch fahren und weiss wo ein Loch war!
Im Wohnzimmer liebe ich USM Haller. Nichts ist schlichter und eleganter als dieses Möbel.
Zum gemütlich sitzen möchte ich am grossen Esstisch im Wohnzimmer drehbare Armlehnen Stühle von Eero Saarinen.

Im Badezimmer hat es eine freistehende Badewanne mit Füsschen und im Schlafzimmer befindet sich ein Schminkspiegel, wie in die grossen Diven in Las Vegas haben.....
Vor dem Haus stehen verschiedene Oldtimer. Ganz voran ein VW Bully. Mit riesigem Markenzeichen.  Am liebsten Hellblau weiss. Dann einen Ford Shelby GT 500, so wie im Film mit Herr Cage. 
Für den Kinderlosen Alltag einen kleiner Mini Cooper. Dunkelgrün. Weisses Dach. 6 Scheinwerfer.

Womit wir beim Thema wären.

Es gibt nun mal Sachen, welche einfach unmöglich kopiert werden können. 

Da schaue ich letzthin diese Autosendung mit den 3 britischen Mannen, welche im Moment so sagenhaft viel Kohle verdienen und da stellen sie einen neuen Rallye Mini vor.
Also ich wollte das eigentlich nicht gucken, aber wir haben total altmodisch nur eine Glotze.
Somit gewinnt mal mein Mann, dann wieder ich!
Witzige Sache diese Sendung.
Und dieser neue Mini.
Geht ab wie Pressluft.
Der Moderator erwähnt was von x-tausend PS und dann sagt er, der neuste Mini sei 3.7 Meter lang!
Da haben wir das Problem!
Ich flippe aus. Mein Mann schaut mich entgeistert an.
Versteht mich nicht falsch (vor allem alle Mini Fahrer unter meinen Blogleser) 
Dieses neue BMW Teil ist nett, aber es ist kein Mini.
Ein echter Mini war mini. Gefährlich, nicht sehr komfortabel und alles andere als gross.
Wenn wir nun allen Luxus wollen, hat es halt einfach nicht mehr Platz auf den guten 3 Meter wie anno dazumal. Bis 2000 haben sie übrigens halbwegs sichere in alter Form gebaut!
Ich habe diesen gesehen. An meinem einzigen Besuch am Autosalon Genf.
Hätte ich ihn mir gewünscht, also laut ausgesprochen, hätte ihn Papi gekauft.
Ich war nämlich begeistert! Zum Glück habe ich nichts gesagt. Ich hätte ja ewig an dem Darlehen abbezahlt...

Das gleiche Problem wie beim neuen Mini stellt sich bei meinem Toaster. Den kannst du dir heute auch im alten Design neu kaufen. Doch mit Isolierplastik und ohne Kippschalter fehlt halt ganz einfach etwas.
Es bleibt ein normaler Toaster.
Gerade das Feeling sich die Finger arg zu verbrennen und hochkonzentriert beim Toasten zu sein, zeichnet dieses Maschinell aus.

Doch ich muss auch etwas klarstellen. Auch ich bin nicht immer konsequent.
In meiner Traumküche würde ein neuer Kühlschrank getrimmt auf alt stehen. 
Ich mag diese verschimmelten Gummidichtungen nicht sehr.
Stromtechnisch ist so ein Alter wohl auch nicht das Beste! 


Dann gibt es aber auch Sachen, die einfach vom Original angelehnt worden sind. Keine Kopien. 
Ich gebe zu. Mein Bus, wenn halt auch ohne grosses VW Zeichen, ist schon recht geil ;o)



Hebeds guet,
Eve





Montag, 11. März 2013

Etwas wie ein Geburtstermin


Früher, vor allem während der langen Wartezeit auf unser erstes Wunder, habe ich alle Schwangeren bewundert. Ich habe mit grosser Vorfreude deren Bauch bestaunt und wollte unbedingt auch so einen Kugelbauch haben.
Heute tun mir die meisten Frauen nur noch leid.
Ich schaue sie mir an und sehe, wie sie unter der Last kämpfen und ihr nettes Lächeln oft nur aufgesetzt ist.
Doch ich möchte etwas klarstellen. Ich habe meinen Babybauch geliebt. Beide Male.

Doch so ab dem achten Monat ist einfach nicht mehr alles so romantisch und angenehm wie FRAU, die noch nie schwanger war, so vorstellt. Ein Mann kann sich das sicher auch nicht vorstellen.
Frau kämpft mit Wassereinlagerungen (überall), harten, weichen oder senkenden Bäuchen (oder alles zusammen) das Atmen fällt einem schwer (du klingst wie eine alte Dampflokomotive), Magenbrennen plagen einem in der Nacht und wenn du richtig viel Glück hast, hängen dir die Hämorriden bis zu den Kniekehlen.
Du musst Magnesium futtern gegen die Krämpfe und kannst im Gegenzug nicht mehr scheissen.
Du trinkst Milch gegen das Magenbrennen, was wiederum dein Eisenhaushalt in noch katastrophalere Werte bringt.
Es kann auch vorkommen, dass du nur noch liegen darfst und die heissesten Tage im Jahr im Spital auf einer plastifizierten Matratze verbringen darfst. Selbstverständlich bleiben die vorgängigen Probleme. Die verschwinden leider nicht, nur weil noch ein neues Problem dazu kommt!
Ich glaube die Liste der Probleme ist unendlich lang und kann beliebig erweitert werden. Ich habe einfach nur einmal die meinen und die von meinen Freundinnen aufgezählt. 
Das netteste ist aber, dass es gegen kein Leiden etwas gibt. Es gibt keine Medizin oder so. Nein, da muss jede Frau durch. Ich glaube das hat die Natur so eingerichtet. 
So dass Frau nach ausgestandenen und ertragenen 40 Wochen so gereizt und nudelfertig ist, dass sie die Geburt als tolle Abwechslung dankend annimmt.
Scheissegal…kann nur noch besser kommen.
Ähmmmmm… dazu sage ich jetzt mal nichts!
Nein nein nein..

Wobei wir aber beim heutigen Thema währen.
Der Geburtstermin.
Komische Sache. Finde ich.
Ich bin sehr pünktlich, doch mit dem Geburtstermin habe ich es nicht so.
Mein erstes Kind wollte gar nicht kommen und musste aufgefordert und dann nach etlichen Stunden doch noch geholt werden. (Ich glaube, der wäre heute noch drinnen)
Sagenhafte 15 Tage nach errechnetem Geburtstermin.
Ich war auf Nadeln und definitiv nudelfertig.
Dann mein zweites Kind. 
Der wurde geholt, viel zu früh, und wollte trotzdem nicht kommen…
Ich war auf Nadeln und nudelfertig.

Mein Nachbar hat "Geissen". Mehrere. 
Er hat 2 Aussenplätze und wechselt immer wieder ab. Einmal sind die jungen Tiere hier bei uns, manchmal die Weibchen.
Vor 14 Tagen hat er 2 neue gebracht. 
Trächtige.
Die armen Viecher sind breiter wie lang.
Ich habe grosses Erbarmen mit ihnen.
Man sieht ihnen deutlich an, dass sie nicht mehr viel Kraft haben. Von aussen sieht man, wie sich die Jungen im Bauch bewegen.
Bei unseren täglichen Besuchen spreche ich ihnen Mut zu.
Mein Nachbar "Chregu" hat uns gesagt, die eine hätte am 9. März Geburtstermin.
Bei der anderen sei er sich nicht ganz sicher.
Aha..








Sohnemann wollte letzte Woche wissen, ob es denn noch lange gehe?
"Ächt" SO LANGE wie bei seinem kleinem Bruder. Fragte er mich!
Ich habe ihn mit grossen Augen angeschaut…
Der Vater in seiner trockenen Art ist mir mit der Antwort zuvor gekommen.
NEIN er denke NICHT! 
Geissen können "DAS".
Ich gebe es zu, ich war ein bisschen angepisst. Ab meiner Männerrunde.
Was wissen die schon, he? 
Nichts..

Heute, wir schreiben den 11. März, sind wir am Morgen zum Einkaufen gefahren. Als wir zurückgekommen sind war noch eine 3te Geissenmutter im Gehege. 
Mit 2 wunderbar süssen, kleinen Geisslein.
Ganz frisch geboren.
Ich wusste, dass er noch ein Drittes hat. Die war aber bei den Jungtieren untergebracht, da sie laut dem stolzen Besitzer "keine nette" sei.
Wie grausam frustrierend und demotivierend muss das für unsere zwei Rütiweg Geissen sein?!
Kommt einfach eine neue dazu, welche ihre Babys schon hat.
Das Gröbste durch, relaxt und glücklich.

Genauso ist es mir ergangen. Alle, sogar die, welche viel nach mir Geburtstermin hatten, haben ihre Kinder schon bekommen und ich sass immer noch da und wartete…

Wieder habe ich unseren Tieren Mut und Kraft zugesprochen, sie kurz gekrault und ihnen gesagt, das wird schon.
Ein bisschen war ich auch dankbar, dass es auch bei den Geissen mit dem Geburtstermin nicht so passt.
Dass DIE es auch nicht können.

Dann im Wohnzimmer höre ich wie der Grosse zum Kleinen sagt:
„Weisch de Papi het haut scho recht, die mached eifach au ned förschi! Wies Mami…!!!“

Uhaaaa, MÄNNER!
SOLLEN SIE DOCH MAL!

ES GRÜSST, ABSOLUT PÜNKTLICH,
EURE EVE



Ps: Mein "Lektor" meint zu diesem Beitrag:
Zu Deiner Geschichte gebe ich jetzt mal keinen Kommentar ab, ausser:
"Läck, bin ich froh, das es sech bi miim Buuch nor om en Bierrantze
handlet" 

...ich sage es ja immer... MANNE ;o)

Dienstag, 29. Januar 2013

Böses Einkaufswägeli


Es gibt Menschen, die halten sich einfach an keine Regeln, die schauen weder rechts noch links.

Ich finde es ja gut, wenn man sein Leben so lebt, wie das zu einem am besten passt, aber so ein bisschen Rücksichtsnahme wäre ab und zu schon angepasst.

Da laufen Menschen im Rekadörfli trotz netter Hinweise, das doch bitte nicht zu tun, mit den Skischuhen in den 4ten Stock. Sind ja alleine im Haus…
In der Migros drückt der Frührentner, der hinter mir steht, beim Gemüseabwägdings schon seine Nummer ein, auch wenn er ein geschätztes Kilo Birnen im Säckli hat und ich nur meine zwei Mandarindli in der Schale abwägen möchte und auf dem Fussgängerstreifen innerorts oberhalb vom Volg werde ich überholt! Ich bin zu Fuss mit Kinderwagen und Kind am Arm, der Mensch im Auto.
Jo Gottverdammi!! Haben wir denn keine Zeit mehr?

Am traurigsten finde ich aber wie die Menschen reagieren, wenn sie persönlich darauf angesprochen werden.
Das ist auch so ein neumödiges Zeug. Früher wenn du einen Fehler gemacht hast und darauf angesprochen wurdest, warst du einen Moment beschämt und hast in Zukunft versucht, diesen Fehler nicht noch einmal zu machen.
Das ist ja der Sinn vom Fehler. Er passiert, um daraus etwas zu lernen. Fehler machen ist menschlich.
Doch nicht 2013. Heute sind wir alle perfekt!
Heute haben wir für alles eine Erklärung. So übrigens auch die Frau im Rekadörfli und der Frührentner.


Doch was meine Freundin und ich letztens in der IKEA Spreitenbach erlebt haben sprengt alle Grenzen. Wir haben ein ganz fieses, hinterhältiges und arrogantes Einkaufswägeli kennengelernt.
Jawoll!!
So ein richtiger Saucheib war das! Ich sage euch.....
Springt dieses doch einfach hinterhältig der netten Dame im Familienkombi an die Stossstange.
Es flüchtet auch nicht, als die Frau mit sehr hohem Tempo erneut zwei weitere Male versucht einzuparken. Es bleibt einfach auf der Strasse liegen. Erst als der Mann, welcher in der IKEA für diese Wägeli zuständig ist, es aufhebt und zu seinen Wägeli-Kollegen schiebt, steigt die inzwischen eingeparkte Frau aus dem Auto aus.
Ohne eine Sekunde abzuwarten und sich eventuell mit ihrer ebenfalls im Auto beschämt sitzender Freundin abzusprechen, springt sie aus dem Wagen und fängt an den Mann wüst zu beschimpfen. Sie fuchtelt mit den Armen und wird unnötig laut. Der Mann hätte ihr das Wägeli ans Auto geworfen...!!!

Warum er da gemacht habe will sie wissen.

Meine Freundin und ich schauen uns entgeistert an. Der Mann soll schuld sein?!

Geht ja gar nicht. Energisch greifen wir ein und erklären der Frau, dass SIE dem Mann in die gesamte Einkauswägeli-Kolonne gefahren sei. Danach einfach fertig geparkt hätte und sich jetzt völlig daneben verhalte.
Ich sage sie könne glücklich sein, dass sie den Mann nicht erwischt habe.

Sie meinte, das könne unmöglich sein.

Ihre Einparkhilfe hätte nicht gepiept und das würde es, wenn sie etwas anfahren würde.

Okay.

Scheisse. Es hat nicht gepiept!!! 

Keine Entschuldigung, kein Sorry zum Mann. Nein, es hat einfach nicht gepiept, also kann sie es unmöglich gewesen sein. Sie packen ihre Kinder aus dem Auto aus und gehen schoppen.
Es ist erledigt für sie.
Dem Auto hat es ja nichts gemacht!!

Der Mann zittert noch immer und schaut verdattert aus der Wäsche...


Wir geben es nun zu. Ungern. Sie hat Recht!
Wir haben uns danach noch intensiv mit dem Mann und dem Einkaufswägeli unterhalten. Das Wägeli hat uns unter Tränen gestanden, dass es sehr unglücklich in der IKEA Spreitenbach sei. Es vermisse seine ehemaligen Arbeitskollegen von der IKEA in Dietlikon. Es sei da eben im vergangenen Jubiläumsfest zu einem Austausch gekommen. Es sei das einzige Wägeli das vergessen wurde in Spreitenbach.
Es belasten grausame Ängste und es sei stark Suizid gefährdet. Alleine das sei der Grund dafür, dass es diese Frau so bösartig angesprungen habe.
Es sei wirklich froh ist nichts Schlimmeres geschehen.

Es lebe der Sarkasmus.
Sorry sagen ist gar nicht schwer. Braucht einfach es bizzeli Charakter.

Liebe Grüsse,
Eve

Sonntag, 30. Dezember 2012

Motz Mutti

Jetzt wo mein Sohn älter wird treffe ich erneut auf ganz neue und verschiedene Mamis.
Zuerst waren es die Mütter aus dem Geburtsvorbereitungskurs.
Jetzt sind es die Frauen aus dem Dorf.

Das macht mir natürlich viel Spass. Ich tausche mich ja für mein Leben gerne mit anderen Menschen aus.

Der kleine Mann besucht die Spielgruppe und wir turnen einmal die Woche im MUKI Turnen.
Ich versuche meine Hausfrauenzeit sinnvoll gestalten und gebe ein Stück
Freiwilligenarbeit a la Eve an "mein" Dorf ab.
Ich bin aktiv beim Pfüderitreff dabei und gehe gerne an die Anlässe welcher unser Frauenverein organisiert.
Ansonsten bin ich kein Vereinstyp. Ich mag das spontane. Finde aber ein Dorf von unserer Grösse bleibt nur attraktiv wenn man auch mithilft etwas zu gestalten!
Ich mag Menschen die immer nur nehmen aber niemals geben nicht so gerne.

Doch anstatt immer nur zu motzen und zu schimpfen es werde nichts gemacht finde ich es toll wenn sich alle ein bisschen mehr einbringen würden. Jeder findet seinen Platz. Manchmal ist weniger sogar mehr. Ein Kuchen da, eine helfende Hand dort. Es braucht so wenig.
Da lese ich letzthin auf Facebook von einem Vater welcher sich beschwert hat der Räbeliechtliomzug und die Fasnacht seien auch nicht mehr das was es mal war...
Auf meine Frage hin wie er sich denn an diesen Anlässen einbringe sagte er mir, er arbeite halt Vollzeit, ebenso seine Frau und die restliche freie Zeit verbringe die Familie beim Reitsport der Tochter. Er hätte keine freie Zeit im Dorf etwas mit zu gestalten...

Ja hossa, alles kann man nicht haben..... aber immer schön sich beschweren! Das ist nicht nett!

Mir ist bewusst dass solche Arbeit nebst den anderen Job`s denen wir nachgehen ein grosses Engagement benötigen. Nicht allen ist es zum Beispiel möglich an einem Mittwoch Nachmittag mit den Kindern aus dem Dorf zu basteln. Ich denke da gerade an arbeitende und alleinerziehende Mamis. Doch wer profitiert muss auch etwas bereit sein zu geben. So empfinde ich das.

Bei uns findet zum Beispiel seit Jahren jeweils im Dezember ein Bastelnachmittag statt. Die Teilnehmende Kinderzahl ist enorm, helfende Mütter seid Jahren die gleichen!
Der Anlass kostet 5 Franken. Da gibt es Tatsächlich  Eltern welche sich über den Preis beschweren!!
Die Kinder bekommen ein Znüni und es darf gebasteltes mit nach Hause genommen werden!
Viele Mamis sieht man um 14 Uhr und dann punktgenau um 18 Uhr wieder.

Eine Bitte an alle Motzer Mamis. Wenn es zu teuer scheint, Kind nicht bringen oder doch einfach ruhig sein! Wie deprimierend muss das für die Organisatoren sein. Stundenlande Vorarbeit. Alles freiwillig. Die Kinder haben den Spass und die Eltern können sich nach 4 Kinderfreien Stunden nicht freuen.

Da gibt es sogar Mütter die ihre schreienden Kinder abladen...mit der Entschuldigung sie seien zum schoppen verabredet....! Die warten nicht einmal bis sich ihr Kind angewöhnt und beruhigt hat!


Ganz lustig ist es zu beobachten welche Mamis zu welcher Gruppe gehören. Ganz schnell erkennt *Frau* die Macher, die Mithelfer und die Schmarotzer...


Aus dem Nachbardorf kann ich dazu eine treffende Geschichte erzählen.
Vielleicht ist sie sogar ein kleiner Denkanstoss...vielleicht!

Dort treffen sich die Frauen wöchentlich zum "krabbeln" und Znüni essen am Morgen. Mit den kleinen noch nicht Kindergartenalter Kinder. Jeweils eine Frau sollte das Brot mitbringen. Die wäre dann auch fürs abräumen und wischen zuständig.
Mir wurde erzählt, dass das mit dem Brot bringen nicht so recht funktioniert. Meistens machen das plus minus die gleichen Frauen. Die gehören zu meiner Macher Gruppe! Das sind die, die ja auch immer kommen.
Dann gibt es eine Gruppe von Mithelfer. Das sind die Frauen die gerne kommen und bei Anfrage auch bereit sind mit anzupacken.
Dann kommt die Schmarotzerin zum Zuge. Sie kommt und geht wieder. Macht nie etwas und wenn sie darauf angesprochen wird hat sie eine prima Ausrede!
So geschehen im Nachbarsdorf.
Einem Mithelfer Mami ist aufgefallen dass immer die gleichen die Arbeit machen und hat das angesprochen. Ob man sich denn nicht ein bisschen helfen könnte fragte sie in die Runde. Und ob sich echt nicht alle an die abgemachten Regeln halten könnten!
Darauf hin meinte ein Schmarotzer Mami:
Sie könne halt nicht wischen, sie hätte noch ein Neugeborenes zu Hause.

Mein Tipp an solche Ladys!
Bleibt zu Hause, ihr habt diesen Service nicht verdient und ihr geht allen anderen mächtig
 "auf den Senkel"!

Ich bin sehr froh, im Jahrgang von meinem Grossen hat es eine sehr grosse Anzahl von Machern Mamis. Das stimmt mich positiv. Nur so bleibt ein Dorf so lässig für Kinder wie es heute, dank ganz tollen Frauen, schon ist!
Denn irgendwann, steigen die Mamis welche das schon Jahre lang machen aus und müssen durch neue ersetzt werden. Das ist sogar mir, als nicht Vereinsfan, relativ schnell aufgefallen.

Liebe Grüsse,
Eve











Sonntag, 23. Dezember 2012

Lotto oder die erste Krankheitswelle ist durch!

Der letzte Beitrag ist vom 3ten Dezember. Unglaublich. Genau so lange sind wir jetzt schon krank! Und mit wir meine ich wir.
Nicht dieser Übername wo Mütter nur ihre Kinder meinen.

Das alles in meinem Lieblings Monat.
Meii hatte ich Pläne, meiii habe ich wenig davon umgesetzt...

Zuerst war es der Mann. Zum Glück seuchte sich dieser am Anfang von unserer Grippe/Krankheitphase durch die Gegend. Ganz zum Schluss hätte ich ihn sonst wohl erschlagen. Meine Geduld ist gross aber beim besten Willen nicht grenzenlos.
Ihr Frauen, ihr kennt das, oder?!
Meiner hatte eine minimal laufende Nase etwas Husten, begleitet von Halsschmerzen. Das alles bei einer gemessenen (!!) Temperatur von 36.8 Grad...
Ich war mir nicht sicher ob ich ihn durch die Nacht bringe. Die Lage war, sehr sehr, kritisch.

Tschuldigung aber ich kann euch Männer krank echt nicht ernst nehmen.

Dann hatte der Grosse einen falschen Krupp Anfall.
Beängstigend in der Tat aber auch machbar. Da er es vor über einem Jahr schon einmal leicht hatte und ich zum Glück noch nicht im Bett war bin ich nicht so sehr erschrocken wie das erste Mal.
Nach diesem Anfall war er stark erkältet. Ein starker Husten machte im das durchschlafen schwer. Hinzu kamen starke Träume.
Als sich das alles eine Woche später immer noch nicht besserte und er auch noch über Ohrenweh jammerte ging ich zum ersten Mal in seinen 3 Lebensjahren mit ihm zum Arzt.
War dann doch etwas verunsichert.
Er war ja noch nie so richtig krank.
Jesses war das ein Erlebnis.
Ich gehe glaube ich nie wieder zum Arzt. So dachte ich mir das auf jeden Fall....
Er schrie, teubelete, schlug und flippte völlig aus! Schmiss seinen Stoffhasen in der Gegend herum. War ausser sich.
Alles gut zureden hat nichts gebracht. Seine Angst und die daraus entstandene Wut wurde nur noch grösser!
Irgendwie, fragt mich nicht wie, konnten zwei Ärzte jedoch feststellen, dass mit seinen Ohren alles in bester Ordnung ist.
Höchstwahrscheinlich hatte er sich einfach bereits wieder eine neue Erkältung eingefangen.
Soll vorkommen, kannte ich einfach bis jetzt nicht!

Irgendwann, fragt mich nicht wann, fing das ganze auch bei mir an. Normale Grippeanzeichen. Nichts wildes. Da ich stille und auch sonst kein grosser Fan von Media bin, versuchte ich das ganze zu ignorieren.

Letzten Samstag dann unser erster Kinderfreier Samstag seit langem. Wir feiern am Weihnachtsessen mit den Besten Freunden. Sauglatt auch ohne den so sehnlichst gewünschten Alkohol.
Irgendwann an diesem Abend verabschiedet sich meine Stimme.
Als ich am nächsten Morgen erwache bin ich Krank. Richtig Krank.
Als ich, bestimmt zwei Stunden später als eigentlich abgemacht, meinen Grossen beim Grosi abhole (den Kleinen habe ich schon in der Nacht geholt)
fallen mir seine verkrusteten, "seufernden" Augen auf.
Bindehautentzündung.
"Lotto!!" Schreie ich innerlich!

Am Montag Morgen bin ich schon wieder beim Kinderarzt. So viel zum Thema, da gehe ich nie mehr wieder hin!
Im Gepäck habe ich beide Buben.
Nein, nicht wegen den Augen..
Der Kleine macht seit ziemlich genau diesem Monat ein Ausschlag im Gesicht. Will nicht abklingen. Wird nur noch schlimmer.
Höchstwahrscheinlich wird das eine ernstere Geschichte. Aber auch das packen wir.

Du meine Güte ist das alles anstrengend.....

Doch wie es scheint ist irgendjemand gütig zu mir. Rechtzeitig auf Weihnachten geht es allen besser.
Das Böimli steht, ist geschmückt und mit der Wäsche bin ich auch wieder auf Vordermann.

Regelmässige Chlämmerlisack Blogleser wissen es ja, ich habe ja nur noch eine Woche, bis dann muss alles weg sein!

;o)

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes, ruhiges Weihnachtsfest und hoffe ihr bleibt alle gesund!

Eure,
Eve










Montag, 3. Dezember 2012

Wo ist die verdammte Maus...?!"

Heute ist meine Freundin ein Jahr älter geworden. Ich war eingeladen zum Brunch.
Auswärts!!
Das an einem normalen Montag Morgen.
Geil!
Da sitzen wir so zusammen und es war Sauglatt. Die Hälfte meiner Kinder konnte ich abgeben und so war alles recht entspannt. Meine Freundin hat zwei Brüder. Gestandene Männer. Beide riesig. Der eine liest meinen Blog regelmässig. Der andere noch nie.
50:50, so ist das Leben!

Immer wenn ich Zeit mit Casper verbringe bin ich randvoll mit Erlebnissen die ich unbedingt aufschreiben muss. Das letzte Mal ist so der Apfel Beitrag entstanden.
Heute haben wir uns über blöde Sprüche in der Kindheit unterhalten und uns beinahe nass gemacht.

Natürlich haben alle mitgeredet. Genau darum liebe ich diese Familie so. Die kommen mir spielen nach. Reden alle auch gerne. Und Multitasking fähig sind sie. Es ist ein Wahnsinn. Essen, reden und zuhören. Es ist unglaublich wie viele Kaffee`s und Gipfeli die innert kürzester Zeit verdrücken können. Dass ich das schaffe das war mir ja klar aber dass es noch mehr gibt die das können war mir bis Dato unbekannt!
Ich liebe lebhafte Essentische, dazu aber später mehr...

Wir haben uns darüber unterhalten, ja nie wie unsere Eltern zu werden. Besser natürlich. Um Sekunden später zu merken, dass wir bereits Tupf genau gleich sind.
Doch und darauf legen wir höchsten Wert, es gibt sie auch, die Unterschiede.
Wenn sie auch noch so munzig Klein sind.
Sie sind da.


So sind wir bei den Klassikern gelandet, die du als Kind so sehr hasst und im Erwachsenen Alter versuchst nicht auszusprechen.

Ich zum Beispiel habe mir als Kind fest vorgenommen, nie, absolut nie, während eines Familien Essen um Ruhe zu bitten weil im Radio irgend ein wichtiger Beitrag kommt. Das ist unanständig und macht man nicht.
Jeden Tag während unserem gemeinsamen Z Nacht wollte unser Vater die Nachrichten hören. Ich und meine Schwestern fanden das grausam ätzend. Kein Erwachsener kann sich vorstellen wie unglaublich lange die 18 Uhr Nachrichten auf DRS 1 dauern. Ich habe nie verstanden, wie mein Vater die Nachrichten so interessant und wichtig finden konnte. Wir durften keinen Ton von uns geben. Während den Nachrichten, dem Wetterdienst und sogar dem Schweiz weitem Strassenbericht!!
Ich konnte kein Verständnis dafür aufbringen. Nie! Das Wetter war klar, wir hatten Fenster im Haus. Wie es am nächsten Morgen sein würde interessierte mich nicht die Bohne und was der aktuelle Strassenbericht so macht konnte ihm ja auch am Arsch vorbei gehen er sass ja am Küchentisch und war zu Hause! Wer interessiert das Tessin oder das Welschland.
Meine Eltern hatten die Regionale Zeitung abonniert, nicht die mit den grossen Buchstaben und mein Vater fuhr mit dem eigenen Auto zur Arbeit und auch wieder zurück. Schon damals gab es Radio im Auto! Ich konnte als Kind nicht glauben, dass es noch irgendeine Info auf dieser Erdkugel gab von der mein Vater um 18 Uhr nichts wusste!! Inklusive dem Strassenzustand!
Aber wir Mädchen wollten vom Tag sprechen. Von der Schule und unseren Freunden...Ihm ALLES erzählen..
Und er, wiederholte nur wie eine Schaltplatte mit einem Schaden ständig das "Psst..Ruhe!! Ich will diesen Beitrag hören!!"
Von Sekunde zu Sekunde energischer und lauter...

Der arme Kerl, heute weiss ich das, wollte doch nur 10 Minuten Ruhe...

Da fahre ich letzthin mit dem Auto einkaufen. Der kleine Mann seit gut 6 Stunden wach. Der redet "non stopp". Im Radio läuft ein interessanter Beitrag. Mein Sohn schweigt nicht, keine Sekunde der kommt ganz nach mir.. Ich räuspere mich ein, zwei Mal energisch. Er redet weiter..
UND dann sage ich es..."Pssst..Ruhe!! Ich will diesen Beitrag hören...."
ER: "Aber Mami.."
Ich: "Psst, sage ICH!"

Ich kann nichts dagegen tun..


VERDAMMT!!
Ich bin nicht besser, ich bin gleich!!

Diese Erkenntnis hat mich tief getroffen.
Doch es gibt auch Sachen die mache ich nicht. So sage ich zum Beispiel wenn klein A. zu rennen beginnt nicht, dass er eventuell stürzen könnte. Und wenn er am Abend überbordet und die Stimmung zu kippen beginnt und ich genau weiss das es in kürzester Zeit ein Glätsch gibt. Dann sage ich auch diesen so gehassten Spruch vom Lächle ond Bächli nicht. Ihr kennt ihn, oder?!

Dann gibt es aber noch die Aussagen von anderen Menschen. Die sagen Sachen welche nicht einmal meine Eltern zu uns gesagt haben. DANKE! Solche Aussagen die ich so doof finde, dass ich sie jetzt hier aufschreiben muss. Ich hoffe, dass ich nie absolut nie diesen Satz aussprechen werde!! Nie!! Und ich hoffe echt es sagt sie auch nie jemanden zu meinen Söhnen. Und auch nicht zu den eigenen Kinder. Hört auf damit. Erinnert euch... ;o)

Kennt ihr diese Situation und wisst ihr noch wie ihr euch gefühlt habt?

Ein schöner Sommertag. Ihr tragt eine neue, leichte Sommerhosen. Die darf, so hat euch das die Mutter eingetrichtert, auf keinen Fall kaputt gehen. Aus irgendeinem unerklärlichen Grund rennt ihr. Niemand sagt euch, dass ihr stürzen könnt. Ihr "tut" es aber! Beide Knie, die Handflächen und wenn ihr viel Glück hattet das Kinn sind aufgeschürft. In den blutenden Wunden stecken hunderte kleine Kieselsteine. Ihr möchtet schreien, macht euch aber vielleicht noch eine Hundertstelsekunde Sorgen wegen der neuen Hose die am Arsch ist..Wie erkläre ich das, fragt ihr euch.
Dann kommt begegnet ihr einer Spaziergängerin. Sie schaut euch mitleidig an. Ihr denkt alles kommt gut.
Doch anstatt zu fragen: "tuts denn weh..?!" 
Fragt sie: "hesch d Muus gfange?!"
4 Wörter...mehr nicht!
Welche Gottverdammte Maus?! 
Mich hat es übelst auf die Fresse gehauen und die redet von einer Maus!

Sorry, aber ICH werde NIE über Mäuse reden. Sicher nicht...BITTE!!!

Eine tolle Woche,
Eveline







Montag, 26. November 2012

Lätschituch! Wer hat noch keins, wer will noch eins?

Da bringe ich letzthin für meine Schwester Pakete zur Post und werde mit Grüezi Frau Chlämmerlisack angesprochen.
Sachen gibt es.
Tolle Sachen.

Meine Geschichten werden von ganz unterschiedlichen Menschen gelesen. Oft höre ich das schöne Kompliment, meine Geschichten seien lustig. Das wiederum bestätigt mich, dass ich wirklich ein tolles und lustiges Leben führe.
Das freut mich natürlich denn ich habe mich gefunden. Habe den Mut das zu tun was ich möchte und auch meine Meinung kund zu tun. Als Junger Mensch hatte ich immer das Gefühl mich anpassen zu müssen. Ich war derart auffällig, einfach nicht wie alle halt. In der Masse zu verschwinden war mein grosser Wunsch. Einfach normal sein. Ich musste lernen, dass meine Art nicht so zu sein wie viele auch gut sein kann.

Ich bin Ich.
Kompromisslos.
Entweder es passt oder es passt nicht.

Ich freue mich ab jedem Kompliment aber meine Geschichten müssen niemandem gefallen, ich muss niemandem gefallen! Es ist mein Leben. Ich bin Steuermann, gebe das Ruder nicht oder nur sehr ungern ab!

Oft sind die Menschen welche ich so beobachte und glaubt mir Menschen beobachten ist mein liebstes Hobbie, grausam schlecht gelaunt. Anstatt positiv zu denken versuchen sie beinahe schon krampfhaft den Alltag negativ zu gestalten.
Ich habe mir schon seit einigen Jahren angewöhnt keine Freizeit mehr mit solchen Menschen zu verbringen. Treffe ich sie beim einkaufen an oder werde ich von solchen bedient versuche ich mich ja von deren Launen nicht anstecken zu lassen.
Da gibt es Menschen die jammern immer. Über den Nebel, darüber dass die Kinder in der Nacht nicht schlafen. Der Job zu stressig sei, der Arbeitgeber nicht nett und die Kohle nicht reiche. Und über den Partner. Alle jammern über ihre Partner! Ein Gottverdammtes "Glätsch"ist das.
Es wird über alles gejammert!
Doch für die meisten Probleme gäbe es ja eine Lösung.
Wenn man sich überlegt weshalb etwas so kommt wie es kommt ist es gar nicht mehr so schlimm.

Auch ich musste an mir arbeiten um nicht so ein negativ denkender Mensch zu werden. Ich habe vor Jahren mal ein "Lätschituech" erhalten. Das war mir eine Lehre. Ich musste als einzige am Weihnachtstag die Tagesschicht übernehmen. Ich wollte jedoch, wie alle, früh anfangen um dann irgendeinmal "Fyrobe" zu machen und mit dem ganzen Team eins trinken zu gehen. Mein Chef Hans war anderer Meinung. Ich habe rumgemotzt und wie ein kleines Kind "teubelet". Genützt hat es nicht viel. Ich durfte die verhasste Tagesschicht übernehmen. Er hat mir ganz klar aufgezeigt, dass mein Gejammer fehl am Platz ist. Ich habe sehr viel gelernt an diesem Weihnachtsmorgen! Am Feierabend hat mir mein Chef zum normalen Weihnachtsgeschenk nämlich noch ein extra Geschenk überreicht. Noch heute habe ich es in meinem Nachttischschublädchen. Wenn ich trotz all den guten Vorsätzen, welche ich mir auf dieser Heimfahrt von Würenlos an diesem Tag eingetrichtert habe, in eine unberechtigte "Lätschiphase" verfalle nehme ich es kurz raus und erinnere mich an dieses saudumme Gefühl wo mir Hans so knallhart den Spiegel hingehalten hat!



Denn je konsequenter man versucht glücklich zu sein um so tollere Sachen geschehen. Man ist plötzlich nur noch umgeben von netten Menschen. Funktioniert nämlich wirklich. Man trifft alte Schulfreunde, hat nette Schwestern, beste Freundinnen und einen Haufen Menschen mit denen man gerne die Zeit verbringt.

Ich löse zum Beispiel Wetterprobleme auf eine ganz einfache Art. Ich ignoriere es. Das Wetter ist so wie es ist. Wir können es nicht ändern. Kann ich aber mit dem Dauernebel wie er bei uns seit zirka 2 Monaten haust nicht umgehen, wohne ich am falschen Ort. Was ich aber ganz bestimmt weiss IST, dass ich definitiv 40 Jahre zu jung bin um mit Mitmenschen über das Wetter zu reden!
Menschen die dauernd über ihren Job maulen kann ich auch nicht ernst nehmen. Ich finde ein "Lätschituech" sollte in jedem Business eingeführt werden! Passt dir dein Job nicht, dann ändere etwas aber gehe nicht den anderen auf den "Senkel"! Vielleicht gebt ihr Sicherheit auf, das kenne ich aber die zu arbeitende Zeit macht einen zu grossen Anteil vom Leben aus. Unzufrieden zu sein lohnt sich echt nicht.
Passt dir dein Partner nicht, mehr oder ihr findet keine Gemeinsamkeiten mehr zusammen. Dann sucht das Gespräch und kämpft um die Liebe. Solltet ihr keinen gemeinsamen Nenner finden dann trennt euch. Alles ist mir lieber als Tagelang dieses Gejammer anzuhören! Jeder Mensch ist zu jung um just an diesem Tag unzufrieden zu sein. Wegen einem Partner..
Dann das liebe Geld..Sorry aber ich diskutiere mit niemandem in der Schweiz über Geld. Ich war letzthin an einem Samstag Nachmittag mit Tante I. in Aarau. War verdammt voll die Stadt für so viele Leute die über das Geld jammern. Uns geht es echt gut. Einige von uns können nicht alles haben aber ich kenne Menschen die eindeutig weniger haben als wir! Wir haben soviel. Anstatt das zu haben rennen wir "lätschend" dem nach was wir noch wollen ohne es auch nur eine Sekunde auch wirklich zu brauchen. Wer in einem Schweizer Starbucks einen Kaffee vermag ist definitiv nicht arm!
Und dann die lieben Kinder. Für diejenigen die immer über ihre Kinder motzen. Habt ihr echt gedacht das werde einfach?! Wenn man nicht in der Lage ist das anstrengende ins positive Licht zu stellen wäre es eventuell einfacher gewesen alleine durch das Leben zu gehen.
Der Michel Mittermeier hat halt schon recht mit seiner Aussage:
"Wenn es dich einmal anlächelt ist alles wieder gut!"
Es wäre aber schön, wenn diese Kinder von so grausam negativ eingestellten Eltern trotz allem zu positiv eingestellten Menschen heranwachsen dürften.... denn wir haben alle mal Zähne bekommen. Jeder von uns. Auch in der Nacht!

Sodeli.
Viel Spass mit meinen Geschichten. Es freut mich sehr seid ihr hier.
Eve