Sonntag, 15. Juli 2012

Liebesrezept

Fragt ihr euch manchmal auch wie das mit der Liebe funktioniert?
Was hält zwei Menschen manchmal ein ganzes Leben beieinander?!

Ich bin in einer intakten Familie aufgewachsen. Mein Lebenspartner Ro ebenso und komischerweise auch  die  "angeheirateten" Partner von unseren Geschwister.  Diese 50:50 Regel trifft somit glücklicherweise nicht auf uns und auch nur ganz selten bei unserem Freundeskreis zu.

Trotzdem nutzen wir aktiv jede Chance um mit unserem Gegenüber zu streiten. Konsequent und grausam nervig.
Kein Toilettendeckel, Spinnennetz, Konfiklecks wird ignoriert. Offene Wünsche werden geäußert und eingefordert. Niemand in unserer Familie gönnt dem anderen das letzte Wort. Generell hat jeder Recht...

Eine total ehrliche und ebenso intolerante Familientruppe haben wir da beisammen.

Da stehe ich letzte Woche bei wahnsinnig romantischer Stimmung mit meiner Freundin am Bryan Adams Konzert. Vor mir ein älteres Paar. Der Mann hatte sich wohl bei den einzigen 3 Sommertagen in der Schweiz bis jetzt die Rücken/Armpartie etwas zu fest verbrannt. Auf dem rechten Oberarm war deutlich ein älteres Tattoo zu sehen. In den Schwingen eines entsetzlich hässlichen Adler war das Kinderbild von einem zirka 1.5 Jährigen zuckersüssen Mädchen. Wenn ich den Mann realistisch schätzen müsste, ist dieses Kind heute sicher so alt wie ich, wenn nicht älter. Neben ihm eine sehr sympathische Frau. Normal gealtert. Sicher 60 Jahre alt. In ihren Finger ist eine leichte Gicht zu entdecken. Doch sie lächelt nett und das macht sie (mit der guten, gelösten Stimmung am Konzert) extrem viel jünger.
Keine Ahnung ob sie die Mutter von dem Mädchen ist. Ich gehe einfach davon aus. Alterstechnisch passen die zwei zusammen. Sie sehen nicht ausgewechselt aus. Die Tiefe Freundschaft der beiden ist gut spürbar.
Während jedem (!) Klassiker von Bryan Adams nehmen sich die zweien den Arm und tanzen eng umschlungen.

40 Jahre eine gemeinsame Zeit. Kinder aufziehen, arbeiten, Geld verdienen. Häuser umbauen. Katastrophen überstehen. Tausend kleine und sinnlose streitereien austragen. Was muss ich machen, dass ich mit 60 ig Ro noch an meiner Seite habe?! Nicht nur an meiner Seite, sondern auch in meinem Herz. Dass ich böckig bin, ihn in die Arme zu nehmen und das rund um uns die nächsten 60 Minuten auszublenden?!

Wann geht das verloren in einer Beziehung? Weshalb schaffen die einten es zu behalten und andere bauen einfach eine intakte, seriöse Beziehung auf?

Ich möchte daran arbeiten. Das hat mir das Päärli am Konzert aufgezeigt. Ich muss nur noch eine gemeinsame Leidenschaft finden. Das wird schwieriger. Mein Partner und ich hatten nie gemeinsame Leidenschaften wie Konzerte oder Kulturelles. Vieles machen wir nicht gemeinsam....Ich mache Ro glaube ich den Vorschlag einen VW G60 zu posten. Wir haben noch immer keine Familienkutsche seit ich das Pfefferauto verkackt habe. Diesen motzen wir dann mit jedem Schnickschnack auf und schicken Sohnemann in 15 Jahren an die Autoausstellungen. So wie wir damals. Jung und wild! Wir könnten dann verliebt wie eh und je alle seine jungen Auto Liebhaber Kollegen beeindrucken. Coole Alte hat der Junge. Vielleicht kann ich Ro auch noch zu einem Tattoo überreden?!
Genau so mache ich das ;o)

Jepaa,
ich hoffe der Sommer kommt wieder.
Eveline



Samstag, 7. Juli 2012

Happy Birthday altes Haus

Du meine Güte. War ich wieder lange weg. Manchmal frage ich mich wie es so schnell gehen kann. Wenn man dann aber zurück schaut sieht man wie viel gegangen ist in der Zeit.
Noch zirka 8 Wochen und wenn alles gut geht dürfen wir einem kleinem Menschlein grüezi sagen. Ich habe zwar das Gefühl die Lieferbedingungen bei dieser Schwangerschaft seien etwas anstrengender als beim kleinen Mann vor 3 Jahren aber vielleicht wird auch die Ungeduld nur grösser.

Unser grosse Umbau geht zu Ende. Noch warten wir auf neue Fensterläden, eine Türzarge muss noch ersetzt werden, da die Badewanne wirklich zu gross für unser Treppenhaus war und irgend einmal muss alles noch gefugt werden.
6 Monate hat dieser Umbau gedauert. Die ersten 3 davon dachte ich gehen nie vorbei. Schaut man zurück, war alles easy.

Mann/Frau kann also tatsächlich aus einem alten Haus ein neues machen. Heute sieht man die 50 Jahre welches unser Haus dieses Jahr auf dem Buckel hat, nur noch äusserlich an. Wenn man wie wir wirklich alles erneuern will, braucht ein solcher Akt viel Zeit, eine gute Planung, möglichst wenig schon geborene Kinder, viel Kraft, eine sehr intakte und stabile Beziehung, Durchsetzungswille, viel Erspartes, Spontanität und gute Nerven.

Ich habe das bestimmt in dieser Blogreihe schon öfters erwähnt. Ohne gute Zusammenarbeit mit Handwerkern eine Handvoll guter Freunde, eine starke Familie und den Mut inmitten all deren mit dem Partner über sinnloses zu streiten, ohne all das geht so ein Umbau nicht.
Ich bin grausam launisch zur Zeit. Deshalb gebe ich allen Mannen die meinen Blog lesen den gut gemeinten Tipp. Wenn ihr ein Haus umbauen möchtet. Egal ob ihr bei diesem Projekt auf eure Partnerin angewiesen seit oder nicht. Tut es bevor sie Schwanger ist. Danach geht sie euch nur noch non stopp auf den Senkel.
Ich bedanke mich bei allen die während den letzten 6 Monaten mich aushielten und ab und zu mit Ro einen Jäger gekippt haben.
Danke!

Eure Eveline.

Samstag, 12. Mai 2012

Geschlecht

So viele Menschen fragen mich diese Tage ob ich den wisse WAS es gibt? Ich antworte stets gleich darauf. Habe ich schon bei klein A. so gemacht.

Ja, ein Kind!

Es gibt dann Menschen die kapieren diese Antwort sofort. Das sind tolerante Menschen, welche ganz 2012 angekommen sind. Das sind die Frauen die vielleicht bei einer eigenen Schwangerschaft  das Geschlecht von ihrem Kind wissen wollten. Mich aber auch verstehen. Ich verstehe das voll und ganz. Der "Gwunder" und die Vorfreude auf das was da kommt ist sicher einfacher wenn man sich auch noch auf das Geschlecht vorbeireiten kann. Es ist dann vieles schon geklärt..
Für mich war das bei der Ersten Schwangerschaft gar kein Thema. Jetzt bei der zweiten fällt es mir auch schwieriger. Aber dieses Mal kann ich auch die wahnsinnige Lust auf Citterio nicht unterdrücken!! Ist irgendwie eh alles anders....

Für all die Menschen die meine Antwort nicht verstehen, hier eine kleine Erklärung. Ich habe eine Bekannten die hat mir diese Woche etwas tragisches so nebenbei erzählt. Es war nicht das Hauptthema unserer Diskussion und doch für mich sehr aussagekräftig. Sie war das erste Kind ihrer Eltern. Der Vater war still als ein Mädchen auf die Welt kam, denn es war ein lange erwartetes Kind. Die vielen vorher gegangenen Schwangerschaften konnten nicht ausgetragen werden. Als sich ein Geschwisterlichen ankündigte flippte der Vater aus. Die Mutter ein Nichtsnutz. Wieder eine Tochter...!
Es spielt keine Rolle, dass meine Freundin einen Ausländischen Vater hatte oder sie noch in den siebziger Jahren zur Welt kam. Der Vater hat einfach einen Moment vergessen, dass A Kinderkriegen kein Wunschkonzert ist und B verdammt noch mal der Mann für das Geschlecht zuständig ist.
Wie muss es für ein Kind sein, wenn es weiss das eigentlich der Vater es so wie es da ist gar nicht will. Was ist das für ein Aufwachsen? Es fehlt ja nur ein "Pfiffli"..

Wir leben im Jahre 2012 und meinen, fast, alles ist planbar. Ist es nicht! Ich wünsche mir für meine Kinder, dass sie glücklich sind und mit dem Geschlecht mit welchem sie auf de Welt kommen sich zurecht finden. Mir macht es angst wenn ich daran denke einen Buben zu bekommen und er mir schon früh erzählen müsste, dass dieses Geschlecht so gar nicht zu ihm passe. Umgekehrt natürlich auch. Ich rede hier nicht von Sexuellen Neigungen, die sind mir egal. Das geht mich nichts an. Ich rede vom falschen Geschlecht! Oder was ich noch tragischer finde von keinem Geschlecht. Eben war wieder ein Beitrag im Schweizer Fernsehen (bei 10 vor 10) von diesen Kinder die ohne Geschlecht zur Welt kommen. Es sind Intersexuelle Kinder. Jedes 500 geborene Kind hat kein Geschlecht. Dann fängt das Wunschkonzert an. Die Operationen, die Spital Aufenthalte. Anstatt abzuwarten und das Kind zu fragen...! Ich wünsche mir, dass mein Partner und ich und vor allem mein Kind nie  vor diese Wahl gestellt werden.

Wir waren 3 Mädchen zu Hause. Zu keinem Zeitpunkt in unsere Kindheit war das ein Thema. Wäre ich verheiratet wäre der Name von unserem Vater ausgestorben. Na und?! Gibt wohl schlimmeres oder? Erst Recht wenn mein Namens Kollege bei den sieben Zwergen in Bern weiter so freudig sinnlose Flügerli posten will.. Unsere Eltern haben uns zu selbständigen Frauen erzogen. Da kein Junge da war, stand es nie zur Diskussion, dass wir irgendetwas nicht können oder erlernen dürfen. Gerade den immer noch vielen Männer unter uns, die sich so zwingen den Stammhalter wünschen, lege ich es nahe, sich mal einen Bericht über Intersexuelle Kinder anzuschauen...

Sodeli, genau darum ist es mir eigentlich egal was den Weg zu uns findet. Es ist beides herzlich Willkommen. Sollte es dieses Mal ein Mädchen sein, flippe ich kurz aus wegen den Kleidli ABER wegen dem Geschlecht spielt es so gar keine Rolle für mich. Ich finde beides Super!

Das wäre meine Muttertags Sicht. Hebet en schöne Sonntag,
Eveline






Sonntag, 29. April 2012

HUGO

Als junges Mädchen (oh ich habe dieses Wort gehasst "Teenager") war ich laut, stürmisch und alles andere als angepasst. Doch ich war freundlich, zuvorkommend und stets gut gelaunt.
Ein Grund weshalb man viel mit mir machen konnte. So erlebte ich zum Beispiel 3 grauenhaft unfreundliche Lehrjahre. Im Glauben, dass nicht einmal meine Eltern diesem vorwitzigen Ding glauben schenken würden, habe ich beinahe zwei (lange Jahre) darüber geschwiegen was wir so Nacht für Nacht im Lehrbetrieb erleben mussten. Als ich endlich darüber sprechen konnte wurde es nicht einfacher aber erträglicher.
Ich hatte mir verbündete ins Boot geholt!

Noch heute läuft es mir kalt den Rücken ab, wenn ich meinen ehemaligen Lehrmeister sehe. So letzte Woche geschehen. Hat er mich in seinem Auto gekreuzt. Ich möchte laut schreien. Nicht über die verlorenen drei Lehrjahre. Nicht über diese unerträglichen Stunden in seinem Betrieb. Nicht über die sinnlos geweinten Tränen!
NEIN, darüber, dass ich mich viel zu selten gewehrt und für mich eingesetzt habe!!
Ich war Gottverdammte sechzehn Jahre alt und wollte lernen. Und er?! Er wollte seine Launen ausleben. An jungen motivierten Menschen.
Ich habe noch heute das, starke, Bedürfnis ihm irgend einmal die Meinung zu sagen und dann mit flacher Hand ihm seine scheiss Pfeife ins Gesicht zu drücken!

Schon damals, ich sechzehn Jahre jung, war es meine drei Jahre Jüngere Schwester die stark war. Sie die leise, nicht sehr freundliche und energische Pipa.
Diese Eigenschaft, welche bestimmt nicht immer sehr gut ankommt, hat sie von unserem Vater. Einem gradlinigen, ehrlichen und sehr korrektem Mann. Einer der alle erdenklichen Schweizer Schimpfwörter gerne und auch oft anwendete!
Oh wie habe ich mir diese Eigenschaften gewünscht.
Einer der aber ebenso nett und grosszügig war. Und sehr emotional!
Halt so wie ich bin!


Ich hatte zwar den Mut stets das letzte Wort zu haben...um dann kuschend doch jeden Scheiss zu machen.
Für Freunde konnte ich mich zu jedem Zeitpunkt einsetzen doch für mich?! Never...!

Nach meiner Zeit als Lehrling hatte ich "gottseidank" den Mut weiter auf meinem Beruf zu arbeiten. Ich konnte währen 4 Jahren in einer Backstube in Würenlos arbeiten. Dass ich Hans Schwab kennenlernen durfte war ein grosses Geschenk! Erstens habe ich festgestellt, das nicht jeder Bäcker ein Riesen Arschloch sein muss und er gab mir die Chance alles nicht erlernte noch an zueignen. In seinem Betrieb durfte ich wachsen und selbstbewusst werden. Ich bin überzeugt davon, dass man jedem Produkt welches die Backstube von Hans und Maja Schwab verlässt, die nette "Menschenhaltung" anmerkt. Ihre Kinder sind gute Freunde von mir. Einfach eine flotte Family!

Als ich 2003 zu der Schweizerischen Post wechselte war ich eine gefestigte Person. Stark genug um mit jedem Menschen klar zu kommen. Ich setzte mich für mich ein ohne mein freundliches Wesen zu verlieren. Ich glaube ich darf von mir behaupten absolut Kundenfreundlich zu sein.  Ich hatte seit meiner Ausbildungszeit nie mehr mit einem Vorgesetzten Probleme. Überall konnte ich mich an einer guten Zusammenarbeit erfreuen und wurde stets gefördert!
Doch kommt ein Bäckerarschloch wie der Herr Lüscher vorbei, kann ich auch gut nein sagen.
So nicht mit mir!

So geschehen letzten Mittwoch und so kommen wir zur eigentlichen Geschichte heute.
Wow, das ist mal weit ausgeholt...sehr weit sogar für mich ;o)

Ich war mit klein J. shoppen und anschliessen im Migrosrestaurant. Während wir zwei Alten einen Kaffee tranken spielte mein Sohnemann im HUGO Häuschen (Wo sonst?!). Als es Zeit für die Heimreise war, ging ich zu ihm und sagte ihm er dürfe noch einmal die Rutschbahn runter rutschen. Doch diese angekündigte Heimreise fand er gar nicht prickelnd und verfiel Null Komma nichts in ein Riesen Geschrei! Darauf hin erklärte ich im ruhig er habe nun genau zwei Möglichkeiten. Entweder sofort diese Schreierei einzustellen und diese Rutsche zu benützen oder wir würden SOFORT nach Hause fahren.
Er ignorierte meine Drohung und schrie weiter. So packte ich den 13 Kilomann unter der rechten Arm (einen Riesen Mist wenn man nur noch 5 Kilo heben sollte) und steuerte meine Schwester an. Die schon am zusammenpacken war. (Das nennt sich Teamwork)
Ich war sehr stolz auf meine konsequente Erziehung und ignorierte darum auch beinahe die anderen Menschen.
Am vordersten (!!) Tisch zum HUGO Häuschen sass ein pensioniertes Grosselternpaar mitsamt einem sehr adrett und ordentlich ausschauendem zirka 5 Jährigen Mädchen. Wie ich also mit meiner Sirene diesen Tisch passiere höre ich wie der Herr zu MIR sagt: "Geht ja gar nicht dieses Geschrei"
Ich lief weiter um einen Tisch später den heftigen Arschtritt von Pippa und Papi zu spüren! "Eveline wehre dich!!" So mache ich einen eleganten Schritt zurück und sage: "SORRY, was haben sie eben gesagt?! Er schreit zu laut?! Sitzen sie doch das nächste Mal bitte ins Hugo Häuschen und so nebenbei, Sie haben bestimmt nie geschrien, he?! Also mit ihnen wäre ICH bestimmt auch nicht raus!"

Jäno, manchmal klappt es manchmal nicht. Manchmal bin ich wie mein Mami und klein J. und viel zu nett. Manchmal bin ich Pippa und wehre mich und manchmal..ganz selten benutze ich alle erdenklichen Schimpfwörter wie Papi...aber das meistens nur im Kopf, im Wunschdenken...zu Hause. So zum Beispiel wenn ich sagenhafte 45 Minuten im Wartezimmer sitze und artig lächle, wenn die Ärztin dann um 5 vor 11 trotzdem noch kommt. Der liebe Ro aber nach der langen Warterei schon wieder zum nächsten Kundentermin muss und beim grossen 20 Wochen Check, genau 5 Minuten dabei ist. Der begleitet mich sicher nie mehr... ;o(
Gopferdammihueresiech nonemol!!!

En tolle Wochestart morn,
Eveline



Montag, 9. April 2012

Wo Mami Rüebli?! Oder das Ende einer tollen Osterzeit!

Die Idee war simpel, die Umsetzung sehr lecker, wenn ich dem Ro glauben darf, das Resultat vernichtet!
Ich bin soeben gelandet, auf dem harten Boden der Realität.
Wäre es nicht mir passiert würde ich es sicherlich genau so lustig finden wie mein Mann.
Der hat immer noch Tränen in den Augen. Betrachtet das ganze als persönlichen Sieg...ich nur als grossen Verlust. Denn ich weiss von was ich spreche!
Leider ist mir nicht zum Lachen, ich möchte mich verkriechen und vor Scham im Erdboden versinken.

Jeder der mich persönlich kennt, wusste das es so kommen wird, muss..
Es war beinahe so sicher wie das Amen in der Kirche!

Doch ich war mir sicher, ich könne dem trotzen. Meine Hoffnung war riesig.

Hat doch auch alles gut begonnen.
Noch keine vier Monate alt, hat mein Sohn alles essbare schampar fasziniert. Ich kochte Kiloweise Rüblibrei. Der kreativ durch mich mit verschiedensten Gemüsesorten ergänzt wurde.
Auch Früchte jeder Art genoss der kleine Mann sehr zu meinem erstaunen.

Ich die weder noch isst! Hat ein Kind, dass nicht einmal von Rohkost oder sogar Äpfel zurückschreckt!

Heute habe ich frische selber gemachte Ricotta-Zitronen Ravioli gemacht. Dazu gab es gestamtes Gemüse. Kartoffeln, Rüebli, Blumenkohl und Peperoni. Fein ab geschmeckt mit frischen Kräutli und einen leichten Touch von Butter.

Klein Sohnemann hat geschätzte 10 Ravioli verdrückt.
Zum Gemüse meinte er.
"Nicht gern!" UND das gefürchtete "WO MAMI RÜEBLI?!?!?"

Basta.... brauchte keinen weiteres Versuch zu starten. Erst Recht nicht als ich beinahe würgend ein klitzekleines Rüebli runterwürgte. Wollte ja ein Vorbild sein...HA!!

Liebe Bologleser/innen, jetzt brauche ich euch!!
In jeder Erzieherischen Sache habe ich euch den Rücken gestärkt. Euch animiert jederzeit anders zu sein.
Ich bin verdammt...anders. Und allen Kritikern gegenüber auch sehr gesund.
Ich wollte nur nie, einen Menschen heranziehen mit dem gleichen Schaden wie ich!
Könntet ihr mir bitte heute sagen, dass es absolut normal ist, dass ein 30 Monatiges Kind nicht gerne Gemüse isst. Dass das dann schon noch kommt. Dass ein Vorbild in der Familie genügt. Dass mein Sohn nicht den gleichen Schaden wie ich bekommen wird?!

Würdet ihr das bitte für mich tun?

DANKE
Eveline

...ähmm und wenn ihr meinen Mann seht, könntet ihr im dann einen festen Tschutt verabreichen? Schadenfreudige Chogg de! ;o)

Montag, 26. März 2012

Eier Sucht

Mein kleiner Mann schaut eigentlich bis jetzt nicht gerne TV. Um so mehr erstaunt es mich was so ein kleiner Mann alles kennt. Knapp zweieinhalb Jahre alt und er kennt diverse "Stars" aus dem Fernsehen. Noch nie hat er in der Flimmerkiste z. B. einen Schlumpf gesehen und trotzdem kennt er die Namen diverser Blauer Männchen besser als ich! Okee..dort Hilft im Schlumpfen Fan Papi ;o)
Ebenso kennt er sozusagen jedes Maskottchen aus jedem Einkaufsladen der Schweiz. Seine Lieblinge sind Hugo, Nina und Tobi. Wo diese drei oder auch nur einer darauf ist kommen wir nicht vorbei!
"Mami kaufe!" Fordert er..

Alle anderen "Stars" kennen wir aus der weiteren "Kaufsucht" von unserem Sohn. Das wären dann die Kinder Spielzeug Schoggi Eier. Angefangen hat alles mit dem ersten Ei von seinem Neuenhofer Freund R. der es als Mitbringsel zu uns brachte.

Im Anfangsstadium haben klein A. nur die gelben Eier interessiert. Seine Leidenschaft zu echten Eier hat in Kombination mit der Schwedischen Küche, die er zum letzten Osterfest vom Grosi erhalten hat, die Begeisterung für die kleinen gelben Eier geweckt. Die Schoggi und das Spielzeug waren (noch) nicht interessant. Er hat stundenlang Eier gekocht. Am Anfang war das ja auch kein Problem. Meine Leidenschaft zu den echten Eier ist ja auch gross und so habe ich halt alle Plastikeili in einem echten Eier Karton versorgt und in seiner Küche deponiert.

Letzten September sind wir dann zu Pippa geflogen. Mit dem Flugzeug über den grossen Teich. Das Spielzeug auf ein Minimum reduziert ABER inklusive 15 Stück (!) Plastikeier. Diese haben wir auch erfolgreich wieder in die Schweiz re importiert...Irgendwie hatte Gotti Pippa keine Freude an den Dinger.
;o)

Seit dem ersten Ei haben sich diverse Sachen geändert. Noch immer liebt er die Eier. Aber die Schoggi und das Spielzeug sind nun auch sehr interessant.
So kommt es, dass er oft aber nicht immer, eins von mir geschenkt bekommt. Ebenso vom Papi, Grosi, Tanti etc..!
Das wiederum bedeutet, dass wir in Eier baden könnten. Wir sind Eier-Reich!
Überall hat es Eier. Im Spielzeugkistli. In der Küche, unter der Küche. In jedem Zimmer...überall!!

Soeben habe ich einige Dinge von unserem Exil Zu hause gezügelt. Die Umbauphase neigt sich dem Ende zu. Die Arbeiten welche wir selber machen können sollten diese Woche im OG fertig sein. Meine Freude ist riesengross. So gross, dass ich die 48 gezügelten Eier gut ignorieren kann. Im Moment darf er sie noch behalten. Ist ja bald Ostern.


Einen wunderschönen Wochenstart,
Eveline

Samstag, 17. März 2012

Kinderwunsch

Ich wollte schon lange einen Beitrag über ein mir wichtiges Thema schreiben.

Leider hat mir die Kraft dazu gefehlt. Wenn man ein sehr offener und kommunikativer Mensch wie ich ist gibt es trotzdem Dinge die oft nur im engsten Familien und Freundeskreis angesprochen werden.

Bei mir war ein solches Thema der Kinderwunsch.

Doch ich habe mit gar niemandem darüber gesprochen. Das nämlich ich, die gerne anpackt, "anteiget", anstiftet und motiviert nicht in der Lage ist ein Kind zu bekommen...!

Ich mag mich erinnern wie ich im Sommer 2007 mit SiFi im Wallis auf einem Berg höckle und so langsam die am Vorabend von ihr getätigte Botschaft verdaue. Sie ist schwanger!! Sie strahlt. Sie, die mit einer noch nicht so langen Beziehung wie ich.
Und was mache ich?! Kann zum ersten Mal darüber reden. Ein liebevoller "Stoss" in meine Rippen und die aufmunternden Worte: "Hey Eve, die nächste bist du!" Lösen die ganze Blockade. Unter Tränen sage ich ihr dass ich sicher nicht die nächste sei, weil ich auch die anderen Gottverdammten geschätzten 13 letzten Mal nicht die nächste gewesen war/bin. Bei mir würde das nie klappen und sowieso habe ich dieses Glück anscheinend nicht verdient!

Sie meinte ganz trocken, das stimme so sicher nicht, hat mich in den Arm genommen und mir ein wunderbares Kind zugesichert!

Ich habe ihr zwar nicht geglaubt aber irgendwie ging es mir besser. Endlich wusste jemand davon.

Nicht, dass ich über meinen Kinderwunsch nicht gesprochen hätte. Nein, es war ein Dauerthema. Nur, dass es einen Riesen Unterschied gibt wie man darüber redet. Mein Mann zum Beispiel hatte zu meinem Wunsch zwar ja gesagt. Er hat aber jeden weiteren verstrichenen Monat der mich zur Verzweiflung brachte geniessend Kinderlos verbracht. Für ihn waren es nicht zwingend verlorene Monate. Er hatte nicht diesen Stress wie ich. Für ihn war immer klar, dass das dann schon einmal klappen würde! Er hatte nett ausgedrückt Null Verständnis für meine nerverei! Meine Familie kannte zwar meinen Kinderwunsch, dass es aber nicht ganz so einfach war sagte ich auch ihnen nicht! Verflucht, ich bin mit einer Mutter aufgewachsen, die uns drei Töchter quasi auf den Tag genau geplant hatte!!

Doch Anfangs Oktober 2009 wurde ich in der Tat belohnt.
Unser Sohn ist perfekt.
(Ich hoffe das sagen alle Eltern von ihren Kinder)

Ruckblickend war das ganze gar nicht so tragisch. Was sind schon anderthalb Jahre?! Ich schwor mir das ganze nie mehr so eng zu sehen. Bei einem Geschwisterchen würde ich mir Zeit lassen. Ich wusste ja nun, dass mein Körper "das" kann.


In der Zwischenzeit lernte ich viele Frauen kennen, die das gleiche erlebt haben wie ich. Ich kenne heute einige Frauen die herzensgut sind und bis heute nie belohnt wurden. Es gibt viele Frauen im Umkreis von jedem der nicht darüber spricht. Krampfhaft ein anderen Lebensinhalt als Kinder sucht. Einige schaffen das ganz gut. Anderen treibt es bei jeder angekündigten Schwangerschaft die Tränen in die Augen und die Verzweiflung steigt.
Dieses Wissen und das gesunde Vertrauen in meinen Körper haben die Angst etwas verbannt. Der Gedanke meinen Sohn als Einzelkind aufwachsen zu sehen verstummte. Erst recht als mein Mann das OK zu einem zweiten gab..
Lange ging das auch gut so. Der kleine Mann begeistert mich und ich verbringe Saugerne meine Zeit mit ihm. Bis der Wunsch grösser, die Fragen nach dem so wichtigen Geschwisterlichen drängender und der Zeitpunkt welcher sich in meinem Kopf als so ideal festgesetzt hatte nicht mehr zu ignorieren waren.
Ich pisste wieder Monatlich über diese sinnlosen Streifen. Mal ehrlich "Frau" weiss doch eigentlich wann sie schwanger ist, oder?! Diese Anzeichen sind ja ganz klar. Aber eine Frau mit Kinderwunsch kann nicht mehr klar denken. Die kann auch einen normalen Zyklus nicht abwarten.... ! Ich bezweifle heute ob sie überhaupt "normal" funktionieren kann. Dieser Kinderwunsch ist derartig stark, dass alles andere verblasst! Manchmal erinnerte ich mich ein wenig an einen süchtigen. Der hat auch nur diesen einzigen Gedanken.

Im Oktober letztes Jahr hat meine liebe Freundin SiFi ihr drittes (!) Kind geboren. Meine Freundin aus dem Geburtsvorbereitungskurs feiert demnächst den ersten Geburtstag von ihrem zweiten. Was ist verflucht so schwer daran ein Kind zu zeugen. Rundherum funktioniert es!!

Ich gewöhnte mich langsam daran dass Klein A. alleine bleiben wird. Jäno dachte ich mir. Wenigstens habe ich ja ihn...!

Dazwischen Top News von der Walker Front. Auch SiBa konnte es. Ich weiss nicht genau wie lange sie auf ihren Stern gewartet hat. Aber sicher nicht erst seit Vorgestern...

Ich habe gelernt mich zu freuen. Doch die Tränen gehören zu solchen News. Längst sind es nicht mehr heimlichen. Meine Freunde wissen Bescheid und sie wünschen mir dieses zweite Kind sehr. Ich weine jedes Mal. Vor Freude für meine Freundinnen und ein bitzeli für mich weil es nicht meins ist!

Ich möchte dass wir heute an die Frauen denken die es nicht einfach haben. Alle nicht so fruchtbaren aber furchtbaren tollen Frauen :o) Ich möchte Mut machen! Ich habe kurz vor Weihnachten das letzte Mal über so einen elenden Streifen gepisst. Negativ! Ich gebe auf. Das war`s sagte ich mir! Stress vorbei...Ende aus...Um 14 Tage später zu erfahren, dass es kein Test so exakt ist wie ein Frauenkörper. Ich hatte bis jetzt nur zweimal solche Rückenschmerzen. Das erste mal kam ein kleiner süsser Mann dabei raus. Was es dieses Mal ist sage ich euch im Spätsommer.

Ein Problem ist nur dann eins wenn man darin feststeckt!

Liebe Grüsse,
Eveline