Dienstag, 29. Januar 2013

Böses Einkaufswägeli


Es gibt Menschen, die halten sich einfach an keine Regeln, die schauen weder rechts noch links.

Ich finde es ja gut, wenn man sein Leben so lebt, wie das zu einem am besten passt, aber so ein bisschen Rücksichtsnahme wäre ab und zu schon angepasst.

Da laufen Menschen im Rekadörfli trotz netter Hinweise, das doch bitte nicht zu tun, mit den Skischuhen in den 4ten Stock. Sind ja alleine im Haus…
In der Migros drückt der Frührentner, der hinter mir steht, beim Gemüseabwägdings schon seine Nummer ein, auch wenn er ein geschätztes Kilo Birnen im Säckli hat und ich nur meine zwei Mandarindli in der Schale abwägen möchte und auf dem Fussgängerstreifen innerorts oberhalb vom Volg werde ich überholt! Ich bin zu Fuss mit Kinderwagen und Kind am Arm, der Mensch im Auto.
Jo Gottverdammi!! Haben wir denn keine Zeit mehr?

Am traurigsten finde ich aber wie die Menschen reagieren, wenn sie persönlich darauf angesprochen werden.
Das ist auch so ein neumödiges Zeug. Früher wenn du einen Fehler gemacht hast und darauf angesprochen wurdest, warst du einen Moment beschämt und hast in Zukunft versucht, diesen Fehler nicht noch einmal zu machen.
Das ist ja der Sinn vom Fehler. Er passiert, um daraus etwas zu lernen. Fehler machen ist menschlich.
Doch nicht 2013. Heute sind wir alle perfekt!
Heute haben wir für alles eine Erklärung. So übrigens auch die Frau im Rekadörfli und der Frührentner.


Doch was meine Freundin und ich letztens in der IKEA Spreitenbach erlebt haben sprengt alle Grenzen. Wir haben ein ganz fieses, hinterhältiges und arrogantes Einkaufswägeli kennengelernt.
Jawoll!!
So ein richtiger Saucheib war das! Ich sage euch.....
Springt dieses doch einfach hinterhältig der netten Dame im Familienkombi an die Stossstange.
Es flüchtet auch nicht, als die Frau mit sehr hohem Tempo erneut zwei weitere Male versucht einzuparken. Es bleibt einfach auf der Strasse liegen. Erst als der Mann, welcher in der IKEA für diese Wägeli zuständig ist, es aufhebt und zu seinen Wägeli-Kollegen schiebt, steigt die inzwischen eingeparkte Frau aus dem Auto aus.
Ohne eine Sekunde abzuwarten und sich eventuell mit ihrer ebenfalls im Auto beschämt sitzender Freundin abzusprechen, springt sie aus dem Wagen und fängt an den Mann wüst zu beschimpfen. Sie fuchtelt mit den Armen und wird unnötig laut. Der Mann hätte ihr das Wägeli ans Auto geworfen...!!!

Warum er da gemacht habe will sie wissen.

Meine Freundin und ich schauen uns entgeistert an. Der Mann soll schuld sein?!

Geht ja gar nicht. Energisch greifen wir ein und erklären der Frau, dass SIE dem Mann in die gesamte Einkauswägeli-Kolonne gefahren sei. Danach einfach fertig geparkt hätte und sich jetzt völlig daneben verhalte.
Ich sage sie könne glücklich sein, dass sie den Mann nicht erwischt habe.

Sie meinte, das könne unmöglich sein.

Ihre Einparkhilfe hätte nicht gepiept und das würde es, wenn sie etwas anfahren würde.

Okay.

Scheisse. Es hat nicht gepiept!!! 

Keine Entschuldigung, kein Sorry zum Mann. Nein, es hat einfach nicht gepiept, also kann sie es unmöglich gewesen sein. Sie packen ihre Kinder aus dem Auto aus und gehen schoppen.
Es ist erledigt für sie.
Dem Auto hat es ja nichts gemacht!!

Der Mann zittert noch immer und schaut verdattert aus der Wäsche...


Wir geben es nun zu. Ungern. Sie hat Recht!
Wir haben uns danach noch intensiv mit dem Mann und dem Einkaufswägeli unterhalten. Das Wägeli hat uns unter Tränen gestanden, dass es sehr unglücklich in der IKEA Spreitenbach sei. Es vermisse seine ehemaligen Arbeitskollegen von der IKEA in Dietlikon. Es sei da eben im vergangenen Jubiläumsfest zu einem Austausch gekommen. Es sei das einzige Wägeli das vergessen wurde in Spreitenbach.
Es belasten grausame Ängste und es sei stark Suizid gefährdet. Alleine das sei der Grund dafür, dass es diese Frau so bösartig angesprungen habe.
Es sei wirklich froh ist nichts Schlimmeres geschehen.

Es lebe der Sarkasmus.
Sorry sagen ist gar nicht schwer. Braucht einfach es bizzeli Charakter.

Liebe Grüsse,
Eve

Sonntag, 30. Dezember 2012

Motz Mutti

Jetzt wo mein Sohn älter wird treffe ich erneut auf ganz neue und verschiedene Mamis.
Zuerst waren es die Mütter aus dem Geburtsvorbereitungskurs.
Jetzt sind es die Frauen aus dem Dorf.

Das macht mir natürlich viel Spass. Ich tausche mich ja für mein Leben gerne mit anderen Menschen aus.

Der kleine Mann besucht die Spielgruppe und wir turnen einmal die Woche im MUKI Turnen.
Ich versuche meine Hausfrauenzeit sinnvoll gestalten und gebe ein Stück
Freiwilligenarbeit a la Eve an "mein" Dorf ab.
Ich bin aktiv beim Pfüderitreff dabei und gehe gerne an die Anlässe welcher unser Frauenverein organisiert.
Ansonsten bin ich kein Vereinstyp. Ich mag das spontane. Finde aber ein Dorf von unserer Grösse bleibt nur attraktiv wenn man auch mithilft etwas zu gestalten!
Ich mag Menschen die immer nur nehmen aber niemals geben nicht so gerne.

Doch anstatt immer nur zu motzen und zu schimpfen es werde nichts gemacht finde ich es toll wenn sich alle ein bisschen mehr einbringen würden. Jeder findet seinen Platz. Manchmal ist weniger sogar mehr. Ein Kuchen da, eine helfende Hand dort. Es braucht so wenig.
Da lese ich letzthin auf Facebook von einem Vater welcher sich beschwert hat der Räbeliechtliomzug und die Fasnacht seien auch nicht mehr das was es mal war...
Auf meine Frage hin wie er sich denn an diesen Anlässen einbringe sagte er mir, er arbeite halt Vollzeit, ebenso seine Frau und die restliche freie Zeit verbringe die Familie beim Reitsport der Tochter. Er hätte keine freie Zeit im Dorf etwas mit zu gestalten...

Ja hossa, alles kann man nicht haben..... aber immer schön sich beschweren! Das ist nicht nett!

Mir ist bewusst dass solche Arbeit nebst den anderen Job`s denen wir nachgehen ein grosses Engagement benötigen. Nicht allen ist es zum Beispiel möglich an einem Mittwoch Nachmittag mit den Kindern aus dem Dorf zu basteln. Ich denke da gerade an arbeitende und alleinerziehende Mamis. Doch wer profitiert muss auch etwas bereit sein zu geben. So empfinde ich das.

Bei uns findet zum Beispiel seit Jahren jeweils im Dezember ein Bastelnachmittag statt. Die Teilnehmende Kinderzahl ist enorm, helfende Mütter seid Jahren die gleichen!
Der Anlass kostet 5 Franken. Da gibt es Tatsächlich  Eltern welche sich über den Preis beschweren!!
Die Kinder bekommen ein Znüni und es darf gebasteltes mit nach Hause genommen werden!
Viele Mamis sieht man um 14 Uhr und dann punktgenau um 18 Uhr wieder.

Eine Bitte an alle Motzer Mamis. Wenn es zu teuer scheint, Kind nicht bringen oder doch einfach ruhig sein! Wie deprimierend muss das für die Organisatoren sein. Stundenlande Vorarbeit. Alles freiwillig. Die Kinder haben den Spass und die Eltern können sich nach 4 Kinderfreien Stunden nicht freuen.

Da gibt es sogar Mütter die ihre schreienden Kinder abladen...mit der Entschuldigung sie seien zum schoppen verabredet....! Die warten nicht einmal bis sich ihr Kind angewöhnt und beruhigt hat!


Ganz lustig ist es zu beobachten welche Mamis zu welcher Gruppe gehören. Ganz schnell erkennt *Frau* die Macher, die Mithelfer und die Schmarotzer...


Aus dem Nachbardorf kann ich dazu eine treffende Geschichte erzählen.
Vielleicht ist sie sogar ein kleiner Denkanstoss...vielleicht!

Dort treffen sich die Frauen wöchentlich zum "krabbeln" und Znüni essen am Morgen. Mit den kleinen noch nicht Kindergartenalter Kinder. Jeweils eine Frau sollte das Brot mitbringen. Die wäre dann auch fürs abräumen und wischen zuständig.
Mir wurde erzählt, dass das mit dem Brot bringen nicht so recht funktioniert. Meistens machen das plus minus die gleichen Frauen. Die gehören zu meiner Macher Gruppe! Das sind die, die ja auch immer kommen.
Dann gibt es eine Gruppe von Mithelfer. Das sind die Frauen die gerne kommen und bei Anfrage auch bereit sind mit anzupacken.
Dann kommt die Schmarotzerin zum Zuge. Sie kommt und geht wieder. Macht nie etwas und wenn sie darauf angesprochen wird hat sie eine prima Ausrede!
So geschehen im Nachbarsdorf.
Einem Mithelfer Mami ist aufgefallen dass immer die gleichen die Arbeit machen und hat das angesprochen. Ob man sich denn nicht ein bisschen helfen könnte fragte sie in die Runde. Und ob sich echt nicht alle an die abgemachten Regeln halten könnten!
Darauf hin meinte ein Schmarotzer Mami:
Sie könne halt nicht wischen, sie hätte noch ein Neugeborenes zu Hause.

Mein Tipp an solche Ladys!
Bleibt zu Hause, ihr habt diesen Service nicht verdient und ihr geht allen anderen mächtig
 "auf den Senkel"!

Ich bin sehr froh, im Jahrgang von meinem Grossen hat es eine sehr grosse Anzahl von Machern Mamis. Das stimmt mich positiv. Nur so bleibt ein Dorf so lässig für Kinder wie es heute, dank ganz tollen Frauen, schon ist!
Denn irgendwann, steigen die Mamis welche das schon Jahre lang machen aus und müssen durch neue ersetzt werden. Das ist sogar mir, als nicht Vereinsfan, relativ schnell aufgefallen.

Liebe Grüsse,
Eve











Sonntag, 23. Dezember 2012

Lotto oder die erste Krankheitswelle ist durch!

Der letzte Beitrag ist vom 3ten Dezember. Unglaublich. Genau so lange sind wir jetzt schon krank! Und mit wir meine ich wir.
Nicht dieser Übername wo Mütter nur ihre Kinder meinen.

Das alles in meinem Lieblings Monat.
Meii hatte ich Pläne, meiii habe ich wenig davon umgesetzt...

Zuerst war es der Mann. Zum Glück seuchte sich dieser am Anfang von unserer Grippe/Krankheitphase durch die Gegend. Ganz zum Schluss hätte ich ihn sonst wohl erschlagen. Meine Geduld ist gross aber beim besten Willen nicht grenzenlos.
Ihr Frauen, ihr kennt das, oder?!
Meiner hatte eine minimal laufende Nase etwas Husten, begleitet von Halsschmerzen. Das alles bei einer gemessenen (!!) Temperatur von 36.8 Grad...
Ich war mir nicht sicher ob ich ihn durch die Nacht bringe. Die Lage war, sehr sehr, kritisch.

Tschuldigung aber ich kann euch Männer krank echt nicht ernst nehmen.

Dann hatte der Grosse einen falschen Krupp Anfall.
Beängstigend in der Tat aber auch machbar. Da er es vor über einem Jahr schon einmal leicht hatte und ich zum Glück noch nicht im Bett war bin ich nicht so sehr erschrocken wie das erste Mal.
Nach diesem Anfall war er stark erkältet. Ein starker Husten machte im das durchschlafen schwer. Hinzu kamen starke Träume.
Als sich das alles eine Woche später immer noch nicht besserte und er auch noch über Ohrenweh jammerte ging ich zum ersten Mal in seinen 3 Lebensjahren mit ihm zum Arzt.
War dann doch etwas verunsichert.
Er war ja noch nie so richtig krank.
Jesses war das ein Erlebnis.
Ich gehe glaube ich nie wieder zum Arzt. So dachte ich mir das auf jeden Fall....
Er schrie, teubelete, schlug und flippte völlig aus! Schmiss seinen Stoffhasen in der Gegend herum. War ausser sich.
Alles gut zureden hat nichts gebracht. Seine Angst und die daraus entstandene Wut wurde nur noch grösser!
Irgendwie, fragt mich nicht wie, konnten zwei Ärzte jedoch feststellen, dass mit seinen Ohren alles in bester Ordnung ist.
Höchstwahrscheinlich hatte er sich einfach bereits wieder eine neue Erkältung eingefangen.
Soll vorkommen, kannte ich einfach bis jetzt nicht!

Irgendwann, fragt mich nicht wann, fing das ganze auch bei mir an. Normale Grippeanzeichen. Nichts wildes. Da ich stille und auch sonst kein grosser Fan von Media bin, versuchte ich das ganze zu ignorieren.

Letzten Samstag dann unser erster Kinderfreier Samstag seit langem. Wir feiern am Weihnachtsessen mit den Besten Freunden. Sauglatt auch ohne den so sehnlichst gewünschten Alkohol.
Irgendwann an diesem Abend verabschiedet sich meine Stimme.
Als ich am nächsten Morgen erwache bin ich Krank. Richtig Krank.
Als ich, bestimmt zwei Stunden später als eigentlich abgemacht, meinen Grossen beim Grosi abhole (den Kleinen habe ich schon in der Nacht geholt)
fallen mir seine verkrusteten, "seufernden" Augen auf.
Bindehautentzündung.
"Lotto!!" Schreie ich innerlich!

Am Montag Morgen bin ich schon wieder beim Kinderarzt. So viel zum Thema, da gehe ich nie mehr wieder hin!
Im Gepäck habe ich beide Buben.
Nein, nicht wegen den Augen..
Der Kleine macht seit ziemlich genau diesem Monat ein Ausschlag im Gesicht. Will nicht abklingen. Wird nur noch schlimmer.
Höchstwahrscheinlich wird das eine ernstere Geschichte. Aber auch das packen wir.

Du meine Güte ist das alles anstrengend.....

Doch wie es scheint ist irgendjemand gütig zu mir. Rechtzeitig auf Weihnachten geht es allen besser.
Das Böimli steht, ist geschmückt und mit der Wäsche bin ich auch wieder auf Vordermann.

Regelmässige Chlämmerlisack Blogleser wissen es ja, ich habe ja nur noch eine Woche, bis dann muss alles weg sein!

;o)

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes, ruhiges Weihnachtsfest und hoffe ihr bleibt alle gesund!

Eure,
Eve










Montag, 3. Dezember 2012

Wo ist die verdammte Maus...?!"

Heute ist meine Freundin ein Jahr älter geworden. Ich war eingeladen zum Brunch.
Auswärts!!
Das an einem normalen Montag Morgen.
Geil!
Da sitzen wir so zusammen und es war Sauglatt. Die Hälfte meiner Kinder konnte ich abgeben und so war alles recht entspannt. Meine Freundin hat zwei Brüder. Gestandene Männer. Beide riesig. Der eine liest meinen Blog regelmässig. Der andere noch nie.
50:50, so ist das Leben!

Immer wenn ich Zeit mit Casper verbringe bin ich randvoll mit Erlebnissen die ich unbedingt aufschreiben muss. Das letzte Mal ist so der Apfel Beitrag entstanden.
Heute haben wir uns über blöde Sprüche in der Kindheit unterhalten und uns beinahe nass gemacht.

Natürlich haben alle mitgeredet. Genau darum liebe ich diese Familie so. Die kommen mir spielen nach. Reden alle auch gerne. Und Multitasking fähig sind sie. Es ist ein Wahnsinn. Essen, reden und zuhören. Es ist unglaublich wie viele Kaffee`s und Gipfeli die innert kürzester Zeit verdrücken können. Dass ich das schaffe das war mir ja klar aber dass es noch mehr gibt die das können war mir bis Dato unbekannt!
Ich liebe lebhafte Essentische, dazu aber später mehr...

Wir haben uns darüber unterhalten, ja nie wie unsere Eltern zu werden. Besser natürlich. Um Sekunden später zu merken, dass wir bereits Tupf genau gleich sind.
Doch und darauf legen wir höchsten Wert, es gibt sie auch, die Unterschiede.
Wenn sie auch noch so munzig Klein sind.
Sie sind da.


So sind wir bei den Klassikern gelandet, die du als Kind so sehr hasst und im Erwachsenen Alter versuchst nicht auszusprechen.

Ich zum Beispiel habe mir als Kind fest vorgenommen, nie, absolut nie, während eines Familien Essen um Ruhe zu bitten weil im Radio irgend ein wichtiger Beitrag kommt. Das ist unanständig und macht man nicht.
Jeden Tag während unserem gemeinsamen Z Nacht wollte unser Vater die Nachrichten hören. Ich und meine Schwestern fanden das grausam ätzend. Kein Erwachsener kann sich vorstellen wie unglaublich lange die 18 Uhr Nachrichten auf DRS 1 dauern. Ich habe nie verstanden, wie mein Vater die Nachrichten so interessant und wichtig finden konnte. Wir durften keinen Ton von uns geben. Während den Nachrichten, dem Wetterdienst und sogar dem Schweiz weitem Strassenbericht!!
Ich konnte kein Verständnis dafür aufbringen. Nie! Das Wetter war klar, wir hatten Fenster im Haus. Wie es am nächsten Morgen sein würde interessierte mich nicht die Bohne und was der aktuelle Strassenbericht so macht konnte ihm ja auch am Arsch vorbei gehen er sass ja am Küchentisch und war zu Hause! Wer interessiert das Tessin oder das Welschland.
Meine Eltern hatten die Regionale Zeitung abonniert, nicht die mit den grossen Buchstaben und mein Vater fuhr mit dem eigenen Auto zur Arbeit und auch wieder zurück. Schon damals gab es Radio im Auto! Ich konnte als Kind nicht glauben, dass es noch irgendeine Info auf dieser Erdkugel gab von der mein Vater um 18 Uhr nichts wusste!! Inklusive dem Strassenzustand!
Aber wir Mädchen wollten vom Tag sprechen. Von der Schule und unseren Freunden...Ihm ALLES erzählen..
Und er, wiederholte nur wie eine Schaltplatte mit einem Schaden ständig das "Psst..Ruhe!! Ich will diesen Beitrag hören!!"
Von Sekunde zu Sekunde energischer und lauter...

Der arme Kerl, heute weiss ich das, wollte doch nur 10 Minuten Ruhe...

Da fahre ich letzthin mit dem Auto einkaufen. Der kleine Mann seit gut 6 Stunden wach. Der redet "non stopp". Im Radio läuft ein interessanter Beitrag. Mein Sohn schweigt nicht, keine Sekunde der kommt ganz nach mir.. Ich räuspere mich ein, zwei Mal energisch. Er redet weiter..
UND dann sage ich es..."Pssst..Ruhe!! Ich will diesen Beitrag hören...."
ER: "Aber Mami.."
Ich: "Psst, sage ICH!"

Ich kann nichts dagegen tun..


VERDAMMT!!
Ich bin nicht besser, ich bin gleich!!

Diese Erkenntnis hat mich tief getroffen.
Doch es gibt auch Sachen die mache ich nicht. So sage ich zum Beispiel wenn klein A. zu rennen beginnt nicht, dass er eventuell stürzen könnte. Und wenn er am Abend überbordet und die Stimmung zu kippen beginnt und ich genau weiss das es in kürzester Zeit ein Glätsch gibt. Dann sage ich auch diesen so gehassten Spruch vom Lächle ond Bächli nicht. Ihr kennt ihn, oder?!

Dann gibt es aber noch die Aussagen von anderen Menschen. Die sagen Sachen welche nicht einmal meine Eltern zu uns gesagt haben. DANKE! Solche Aussagen die ich so doof finde, dass ich sie jetzt hier aufschreiben muss. Ich hoffe, dass ich nie absolut nie diesen Satz aussprechen werde!! Nie!! Und ich hoffe echt es sagt sie auch nie jemanden zu meinen Söhnen. Und auch nicht zu den eigenen Kinder. Hört auf damit. Erinnert euch... ;o)

Kennt ihr diese Situation und wisst ihr noch wie ihr euch gefühlt habt?

Ein schöner Sommertag. Ihr tragt eine neue, leichte Sommerhosen. Die darf, so hat euch das die Mutter eingetrichtert, auf keinen Fall kaputt gehen. Aus irgendeinem unerklärlichen Grund rennt ihr. Niemand sagt euch, dass ihr stürzen könnt. Ihr "tut" es aber! Beide Knie, die Handflächen und wenn ihr viel Glück hattet das Kinn sind aufgeschürft. In den blutenden Wunden stecken hunderte kleine Kieselsteine. Ihr möchtet schreien, macht euch aber vielleicht noch eine Hundertstelsekunde Sorgen wegen der neuen Hose die am Arsch ist..Wie erkläre ich das, fragt ihr euch.
Dann kommt begegnet ihr einer Spaziergängerin. Sie schaut euch mitleidig an. Ihr denkt alles kommt gut.
Doch anstatt zu fragen: "tuts denn weh..?!" 
Fragt sie: "hesch d Muus gfange?!"
4 Wörter...mehr nicht!
Welche Gottverdammte Maus?! 
Mich hat es übelst auf die Fresse gehauen und die redet von einer Maus!

Sorry, aber ICH werde NIE über Mäuse reden. Sicher nicht...BITTE!!!

Eine tolle Woche,
Eveline







Montag, 26. November 2012

Lätschituch! Wer hat noch keins, wer will noch eins?

Da bringe ich letzthin für meine Schwester Pakete zur Post und werde mit Grüezi Frau Chlämmerlisack angesprochen.
Sachen gibt es.
Tolle Sachen.

Meine Geschichten werden von ganz unterschiedlichen Menschen gelesen. Oft höre ich das schöne Kompliment, meine Geschichten seien lustig. Das wiederum bestätigt mich, dass ich wirklich ein tolles und lustiges Leben führe.
Das freut mich natürlich denn ich habe mich gefunden. Habe den Mut das zu tun was ich möchte und auch meine Meinung kund zu tun. Als Junger Mensch hatte ich immer das Gefühl mich anpassen zu müssen. Ich war derart auffällig, einfach nicht wie alle halt. In der Masse zu verschwinden war mein grosser Wunsch. Einfach normal sein. Ich musste lernen, dass meine Art nicht so zu sein wie viele auch gut sein kann.

Ich bin Ich.
Kompromisslos.
Entweder es passt oder es passt nicht.

Ich freue mich ab jedem Kompliment aber meine Geschichten müssen niemandem gefallen, ich muss niemandem gefallen! Es ist mein Leben. Ich bin Steuermann, gebe das Ruder nicht oder nur sehr ungern ab!

Oft sind die Menschen welche ich so beobachte und glaubt mir Menschen beobachten ist mein liebstes Hobbie, grausam schlecht gelaunt. Anstatt positiv zu denken versuchen sie beinahe schon krampfhaft den Alltag negativ zu gestalten.
Ich habe mir schon seit einigen Jahren angewöhnt keine Freizeit mehr mit solchen Menschen zu verbringen. Treffe ich sie beim einkaufen an oder werde ich von solchen bedient versuche ich mich ja von deren Launen nicht anstecken zu lassen.
Da gibt es Menschen die jammern immer. Über den Nebel, darüber dass die Kinder in der Nacht nicht schlafen. Der Job zu stressig sei, der Arbeitgeber nicht nett und die Kohle nicht reiche. Und über den Partner. Alle jammern über ihre Partner! Ein Gottverdammtes "Glätsch"ist das.
Es wird über alles gejammert!
Doch für die meisten Probleme gäbe es ja eine Lösung.
Wenn man sich überlegt weshalb etwas so kommt wie es kommt ist es gar nicht mehr so schlimm.

Auch ich musste an mir arbeiten um nicht so ein negativ denkender Mensch zu werden. Ich habe vor Jahren mal ein "Lätschituech" erhalten. Das war mir eine Lehre. Ich musste als einzige am Weihnachtstag die Tagesschicht übernehmen. Ich wollte jedoch, wie alle, früh anfangen um dann irgendeinmal "Fyrobe" zu machen und mit dem ganzen Team eins trinken zu gehen. Mein Chef Hans war anderer Meinung. Ich habe rumgemotzt und wie ein kleines Kind "teubelet". Genützt hat es nicht viel. Ich durfte die verhasste Tagesschicht übernehmen. Er hat mir ganz klar aufgezeigt, dass mein Gejammer fehl am Platz ist. Ich habe sehr viel gelernt an diesem Weihnachtsmorgen! Am Feierabend hat mir mein Chef zum normalen Weihnachtsgeschenk nämlich noch ein extra Geschenk überreicht. Noch heute habe ich es in meinem Nachttischschublädchen. Wenn ich trotz all den guten Vorsätzen, welche ich mir auf dieser Heimfahrt von Würenlos an diesem Tag eingetrichtert habe, in eine unberechtigte "Lätschiphase" verfalle nehme ich es kurz raus und erinnere mich an dieses saudumme Gefühl wo mir Hans so knallhart den Spiegel hingehalten hat!



Denn je konsequenter man versucht glücklich zu sein um so tollere Sachen geschehen. Man ist plötzlich nur noch umgeben von netten Menschen. Funktioniert nämlich wirklich. Man trifft alte Schulfreunde, hat nette Schwestern, beste Freundinnen und einen Haufen Menschen mit denen man gerne die Zeit verbringt.

Ich löse zum Beispiel Wetterprobleme auf eine ganz einfache Art. Ich ignoriere es. Das Wetter ist so wie es ist. Wir können es nicht ändern. Kann ich aber mit dem Dauernebel wie er bei uns seit zirka 2 Monaten haust nicht umgehen, wohne ich am falschen Ort. Was ich aber ganz bestimmt weiss IST, dass ich definitiv 40 Jahre zu jung bin um mit Mitmenschen über das Wetter zu reden!
Menschen die dauernd über ihren Job maulen kann ich auch nicht ernst nehmen. Ich finde ein "Lätschituech" sollte in jedem Business eingeführt werden! Passt dir dein Job nicht, dann ändere etwas aber gehe nicht den anderen auf den "Senkel"! Vielleicht gebt ihr Sicherheit auf, das kenne ich aber die zu arbeitende Zeit macht einen zu grossen Anteil vom Leben aus. Unzufrieden zu sein lohnt sich echt nicht.
Passt dir dein Partner nicht, mehr oder ihr findet keine Gemeinsamkeiten mehr zusammen. Dann sucht das Gespräch und kämpft um die Liebe. Solltet ihr keinen gemeinsamen Nenner finden dann trennt euch. Alles ist mir lieber als Tagelang dieses Gejammer anzuhören! Jeder Mensch ist zu jung um just an diesem Tag unzufrieden zu sein. Wegen einem Partner..
Dann das liebe Geld..Sorry aber ich diskutiere mit niemandem in der Schweiz über Geld. Ich war letzthin an einem Samstag Nachmittag mit Tante I. in Aarau. War verdammt voll die Stadt für so viele Leute die über das Geld jammern. Uns geht es echt gut. Einige von uns können nicht alles haben aber ich kenne Menschen die eindeutig weniger haben als wir! Wir haben soviel. Anstatt das zu haben rennen wir "lätschend" dem nach was wir noch wollen ohne es auch nur eine Sekunde auch wirklich zu brauchen. Wer in einem Schweizer Starbucks einen Kaffee vermag ist definitiv nicht arm!
Und dann die lieben Kinder. Für diejenigen die immer über ihre Kinder motzen. Habt ihr echt gedacht das werde einfach?! Wenn man nicht in der Lage ist das anstrengende ins positive Licht zu stellen wäre es eventuell einfacher gewesen alleine durch das Leben zu gehen.
Der Michel Mittermeier hat halt schon recht mit seiner Aussage:
"Wenn es dich einmal anlächelt ist alles wieder gut!"
Es wäre aber schön, wenn diese Kinder von so grausam negativ eingestellten Eltern trotz allem zu positiv eingestellten Menschen heranwachsen dürften.... denn wir haben alle mal Zähne bekommen. Jeder von uns. Auch in der Nacht!

Sodeli.
Viel Spass mit meinen Geschichten. Es freut mich sehr seid ihr hier.
Eve

Donnerstag, 8. November 2012

Ich bin sprachlos

Gestern haben wir einen Ausflug ins schöne Emmental gemacht. Ich glaube ich war das letzte Mal dort als ich im Schullager war. In der vierten Klasse. Hat mir damals schon gefallen und tut es immer noch. Komischerweise bringe ich seit gestern das Lied aus dem Film mein Name ist Eugen nicht mehr aus dem Kopf/Ohr und so singe ich non Stopp "Im Emmental, Emmental....Emmental..."
Weiss jemand wie es weiter geht?!
Danke für Feedbacks!

Kommunikation ist alles und so haben meine Mutter und ich fängs kurz vor der Autobahn gemerkt, dass wir ja gar nicht ans gleiche Ort wollen. Spontan haben wir beschlossen beide Orte aufzusuchen und uns am Schluss noch mit der  Guetzli Firma Kambly zu belohnen. Ist ja beinahe alles am gleichen Ort, sagte uns die Schweizer Karte. Irgendwie harmonisiert dieser TOM TOM nicht mit uns. Der macht was er will und erzählt den lieben langen Tag scheisse und wenn du ihn dann brauchst ist er fertig mit seiner Arbeit!

Jäno..

Nach einer Stunde Autofahrt, wenn`s denn um Bern rollt, befanden wir uns im Emmental.
Bei wunderschönem Wetter stehen sie da, die prächtigen Bauernhöfe. Gepflegt auf wunderschönen gemähten Matten und mich "tünkts" diese sind noch viel grüner wie bei uns.  Keine Nebelsuppe schwirrt am Boden herum und die Schneebedeckten Berge, deren Namen ich auch nach Jahrelanger Intensivschulung durch meinen Vater immer noch nicht beim Namen nennen kann, geben einen gewaltig schönes Bild ab. Der Himmel dazu ist Knallblau!

Doch irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sich hier hinten Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Dass alle Frauen ännet der 50 er Jahre noch diese Scheubenkleider tragen die man noch heute an jedem Mark kaufen kann..
Also hier in meinem Dorf sind die ausgestorben und irgendwo müssen sie ja noch getragen werden...denn der Markthändler hat die nämlich immer noch dabei, ich achte mich!

In meinem Laden wo ich hin muss bimmelt dann auch zur Begrüssung ein Glöckchen an der Tür und die äusserst freundliche Frau bedient uns in einer gemütlichen Art wofür du "allwäg" in Zürich entlassen würdest. Sie zeigt mir ihr Laden und mein Sohn darf die Toilette benutzen. Die von mir bestellte Ware ist eins A Qualität und begeistert mich. Dass ich mit dem Namen verabschiedet werde freut mich sehr. Etwas was ich hier schon lange nicht mehr kenne...

Sofort geht es weiter. Mami ist nun Wegtechnisch bestens durch die nette Frau informiert. Unser Tom ignorieren wir. Soll er doch reden. Beide Buben machen auch prima mit und so kommen wir relaxt in Trubschachen an. Dort ist das Café von dem meine Eltern schon so oft erzählt haben. Meine Eltern haben diese Gegend hier geliebt. Gemeinsam sind sie oft mit dem Traumauto hier herum gekurvt.
Mein Vater war ein Liebhaber von Antiken Sachen und vor allem Bauernhäuser waren eine von vielen Leidenschaften. Daher muss ein Café welches meinen Eltern so gefällt nicht zwingend mit meinem Geschmack übereinstimmen. Ich bin da mehr die moderne. Ich dachte mir wir gehen rasch ein Kaffii trinken und dann weiter zu Kambly. Dass ich aber die Entdeckung vom Jahr mache, hätte ich nie gedacht!

Wir kehrten in Aebi`s Töpfer Café ein. Ein wunderschönes Haus mit tollem Garten. Einen Sitzplatz der leider mit einem so kleinen Pfüdi schon zu kalt war. Unten hat es einen Töpferladen mit sagenhaften Kunstwerken. Über Kacheli, Teller, Krüge und verschiedener Figuren findest du alles. Den Künstler darf man über die Schulter schauen und sie sagen auch Grüezi und lächeln!
Mein Puls hat sich nicht nur minimal verändert in diesem Laden. Ich kam beinahe ins hyperventilieren! Okey, vielleicht hat mich auch mein dreijähriger an der rechten Hand zusätzlich etwas nervös gemacht. Kein geeigneter Spielplatz....zu teuer ;o)
Im oberen Stock befindet sich dann das Café. Top Modern restauriert. Alt und neu harmonieren. Alle Speisen werden in eigenem Geschirr serviert. Die Bedienung ist eine und äusserst attraktive Frau. Kennen wir, solche haben wir hier auch. Nur diese schaut nicht nur nett aus, sie ist es auch. Zum Kaffii bekommt man unaufgefordert ein Glas Wasser. Für dieses muss ich hier auch immer kämpfen. Die Speisekarte ist saisonal und regional. Aber fein. Und wie!
Merängge met Niddle, Vermicelle, Brätzeli und lauter solch feiner Sachen.
Viele Zutaten kann man auch kaufen, dass wir am Schluss natürlich auch machten.

Ich habe in diesem Blog einmal versprochen Negatives beim Namen zu nennen. Aber auch gutes. Solltet ihr euch mal dorthin verwirren dann besucht unbedingt dieses Café. Den ihr Slogan stimmt.
"Die Zeit zum genissen"




Also ich bin es!





Meiii, könnte der Herr Studier hier viel lernen. Die Bedienung war alleine und musste arbeiten. Was sie aber konnte weil sie, so denke ich, diesen Beruf auch einmal erlernt hat. Höchstwahrscheinlich hat sie auch einen fairen Lohn. Beim Café in meinem Nachbarort hat es fünf mal mehr Personal. Allesamt unfreundlich und unmotiviert. Was ich enorm schade finde, oft ist weniger halt mehr....

Gestärkt und glücklich starteten wir zum letzten Ausflugsort. Die Guetzlifabrik Kambly.
Zum Glück war ich schon satt. Dort kann man sich ja echt zu Tode fressen..

Was ich aber sonst dort noch erlebt habe gehört in einen neuen Beitrag. Ich sage euch "Sache gits"....!


Liebe Grüsse
Eve

...und ich singe immer noch. Verfluchter Ohrwurm ;o))



Freitag, 2. November 2012

Audi TT Öpfelmuus

Ich brauche wenig Schlaf. Das war laut meiner Mutter schon immer so. So habe ich die Nächte in meinen drei ersten Lebensjahre nicht schlafend verbracht. Das wiederum hat meine Mutter schier zu einem Nervenzusammenbruch geführt. Dann kamen einige Jahre wo ich relativ gut geschlafen habe um dann als Teenager die Ausbildung als Bäcker Konditorin zu beginnen.
Dann habe ich wieder für mehrere Jahre während der Nacht gar nicht geschlafen sondern gearbeitet. Haben wir nicht gearbeitet waren wir gerne und lange auf der Leutsch.
Schlafen war eine Seltenheit!
Dieses Auskommen mit wenig Schlaf ist heute ein sehr grosser Vorteil.
Jeder der Kinder hat weiss, dass die Nächte unberechenbar und sehr kurz sein können.

Doch mein Problem sind selten die Kinder. Im Gegensatz zu mir kommen die nach ihrem Vater und brauchen sehr viel Schlaf!

Wenn es am Abend im Haus ruhig wird und alle Männer schlafen verpasse ich häufig den Abflug. Ich nenne das so. Oft zeigt der Zeiger die Geisterstunde schon deutlich an oder es wird sogar noch später! Ich wurstle durch das Haus. Räume Kinderküchen ordentlich auf. Chatte mit all meinen lieben Menschen auf diesem Erdball. Wasche mir die Haare inklusive Föhnen, so dass auch meine strengen Mittelscheitel Schwestern mit mir zufrieden sind. Neu habe ich das nähen für mich entdeckt. So nutze ich diese ruhige Stunden und schneidere in meiner Hobby Waschküche kleine Hosen und Chäppli die zu meinem grossen erstaunen immer professioneller werden. Manchmal schreibe ich auch an meinen Blog Geschichten, obschon ich über Mittag am spontansten und kreativsten bin! Frau muss hellwach sein um die Gedanken im Kopf schnellstmöglich zu Papier zu bringen. Jeder der mich persönlich kennt weiss von dieser beinahe unmöglichen Kombination, denn ich schwatze und denke unglaublich schnell. Hinzu kommt das legendäre 2 Finger System, welches das ganze grausam erschwert!!

So sitze ich also letzthin relativ wach um etwas nach sechs Uhr auf unserem neuen Sofa
in der neuen Galerie.
Die Nacht zuvor habe ich Fotoalbum online gestaltet. Die Migros bietet gerade 20% an, wuiia!
Der Schlaf kam zu kurz!
An meiner Brust der kleine Mann, hungrig!
Ich kann nicht aufstehen, auch wenn ich das Schauspiel welches sich sogleich vor meiner Einfahrt abspielt bestimmt sauglatt zu beobachten wäre.
"Mich reuts es bizzeli!"
Dafür musste ich aber runter ans Wohnzimmerfenster, da mein Mann ja noch schläft..!
Eine Seltenheit, normalerweise ist er bereits auf der Arbeit um diese Zeit. Also eigentlich meint er ja er schlafe nie mehr durch seit wir diese Kinder haben aber ich höre sein schnarchen deutlich bis draussen, daher gehe ich davon aus, dass er schläft! Basta!! Und es ist das erste Mal diese Nacht wo sich der Kleine meldet.
Anmerkung: Mein Mann geht um halb zehn ins Bett. Jetzt ist es nach sechs. Darf ich euch etwas verraten?! Ich verstehe diese Männer nicht!

Dann höre ich es! Das geknirscht eines misshandelten Getriebes. Das qualvolle absaufen eines Motors. Einmal bestimmt, es könnte aber auch dreimal gewesen sein... Immer wieder, erster Gang, rückwärts Gang...und so weiter. Ich höre das drehen am Steuerrad. Unsere Strasse ist neu gesplittet. Wenn man versucht zu renken ohne Tempo ergibt das ein grausames Geräusch und macht so nebenbei auch unsere nigelnagelneu geflickte Strasse wieder kaputt. Das hat mir nämlich unser Strassenwärter erklärt..! ;o)

Dann die Erlösung, der Motor heult auf. Mit einem Start a la Formel Eins schiesst das Auto viel zu schnell davon.

Was ist passiert?! Was höre ich da?! Dieser grausame Lärm. Hindurch ein Doppelschalenmauerwerk, neuen drei Fach verglasten Fenstern..he?! Was wohl?!

Meine Nachbarin fährt zur Arbeit!

Sie hat gemeint mein Mann sei schon weg. Aber der schläft ja noch!! Auch wenn er ja eigentlich nie schläft! Sie braucht unsere Einfahrt um an der kleinen Sackgasse zu wenden. Das geht  nicht in ihrer eigenen Einfahrt. Steht kein Auto in unserer Einfahrt braucht sie anstatt den heutigen siebzehn (glaubt mir ich übertreibe oft aber nicht heute!!) vielleicht nur vier Anläufe! Bei diesen vier überfährt sie bestimmt fünf Äpfel welche ich dann vom Boden aufkratzen darf! Jeder der diesen Blog regelmässig liesst kennt meine Liebe zu vermatschten Äpfel....
Wir lesen extra wenn wir einparken immer zuerst alle Äpfel auf aber SIE, sie nicht!!

Was mache ich?! Stillen chatte ich meine andere Nachbarin an. "Hey du" frage ich, "auch schon wach"? "Hast du gehört der Audi TT ist gestartet."
Sie: "klar, ich habe mitgezählt!" Hahaha!!
In der darauffolgenden halben Läster-Stunde erfahre ich äusserst amüsiert, dass meine Nachbarin, die welche meine Äpfel zu Öpfelmuus verwandelt und mich beinahe JEDEN Morgen mit ihrem Wendemanöver vor meinem Schlafzimmerfenster kurz weckt (wenn ich nicht eh schon am stillen bin) mit ihrem Auto nur ins Nachbardorf fährt. Dort parkiert sie es auf dem SBB Parkplatz um danach zu ihrem Arbeitsort zu pendeln!! Mit den ÖV!!
Ins Nachbardorf fährt man mit dem Auto in 3 Minuten. Für ihr Manöver hier braucht sie 4 Minuten. (Wenn es schnell geht!) Wie lange sie beim SBB Parkplatz zum einparken braucht ist mir unbekannt. Ich gehe davon aus, dass sie es nicht beim ersten Mal schafft!

Ich bin eigentlich sehr tolerant. Unsere Strasse ist schmal, eng und wir sind alle auf die Mithilfe von anderen angewiesen. Irgendwo parkt immer ein Auto. Doch immer im Herbst mit den Äpfel wird mir das alles zu viel. Jetzt sind zum Glück alle unten. Für 2013 gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder der Baum muss weg oder Frau Nachbarin pendelt bereits mit dem Bus bereits ab hier. Ich muss ihr nämlich bald einmal erklären, dass sie zu Fuss in 4 Minuten an der Bushaltestelle wäre. Wenn sie es in Zukunft nämlich nicht schafft über keine Äpfel mehr zu fahren wird das wenden auf meinem Parkplatz für sie untersagt. Fertig aus die Maus!

Denn im Gegensatz zu ihr gehört mir auch die ganze Strasse ;o)

Will noch irgendwer etwas über meinen Fahrstil sagen?!

Ein tolles Weekend,
Eve