Donnerstag, 8. November 2012

Ich bin sprachlos

Gestern haben wir einen Ausflug ins schöne Emmental gemacht. Ich glaube ich war das letzte Mal dort als ich im Schullager war. In der vierten Klasse. Hat mir damals schon gefallen und tut es immer noch. Komischerweise bringe ich seit gestern das Lied aus dem Film mein Name ist Eugen nicht mehr aus dem Kopf/Ohr und so singe ich non Stopp "Im Emmental, Emmental....Emmental..."
Weiss jemand wie es weiter geht?!
Danke für Feedbacks!

Kommunikation ist alles und so haben meine Mutter und ich fängs kurz vor der Autobahn gemerkt, dass wir ja gar nicht ans gleiche Ort wollen. Spontan haben wir beschlossen beide Orte aufzusuchen und uns am Schluss noch mit der  Guetzli Firma Kambly zu belohnen. Ist ja beinahe alles am gleichen Ort, sagte uns die Schweizer Karte. Irgendwie harmonisiert dieser TOM TOM nicht mit uns. Der macht was er will und erzählt den lieben langen Tag scheisse und wenn du ihn dann brauchst ist er fertig mit seiner Arbeit!

Jäno..

Nach einer Stunde Autofahrt, wenn`s denn um Bern rollt, befanden wir uns im Emmental.
Bei wunderschönem Wetter stehen sie da, die prächtigen Bauernhöfe. Gepflegt auf wunderschönen gemähten Matten und mich "tünkts" diese sind noch viel grüner wie bei uns.  Keine Nebelsuppe schwirrt am Boden herum und die Schneebedeckten Berge, deren Namen ich auch nach Jahrelanger Intensivschulung durch meinen Vater immer noch nicht beim Namen nennen kann, geben einen gewaltig schönes Bild ab. Der Himmel dazu ist Knallblau!

Doch irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sich hier hinten Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Dass alle Frauen ännet der 50 er Jahre noch diese Scheubenkleider tragen die man noch heute an jedem Mark kaufen kann..
Also hier in meinem Dorf sind die ausgestorben und irgendwo müssen sie ja noch getragen werden...denn der Markthändler hat die nämlich immer noch dabei, ich achte mich!

In meinem Laden wo ich hin muss bimmelt dann auch zur Begrüssung ein Glöckchen an der Tür und die äusserst freundliche Frau bedient uns in einer gemütlichen Art wofür du "allwäg" in Zürich entlassen würdest. Sie zeigt mir ihr Laden und mein Sohn darf die Toilette benutzen. Die von mir bestellte Ware ist eins A Qualität und begeistert mich. Dass ich mit dem Namen verabschiedet werde freut mich sehr. Etwas was ich hier schon lange nicht mehr kenne...

Sofort geht es weiter. Mami ist nun Wegtechnisch bestens durch die nette Frau informiert. Unser Tom ignorieren wir. Soll er doch reden. Beide Buben machen auch prima mit und so kommen wir relaxt in Trubschachen an. Dort ist das Café von dem meine Eltern schon so oft erzählt haben. Meine Eltern haben diese Gegend hier geliebt. Gemeinsam sind sie oft mit dem Traumauto hier herum gekurvt.
Mein Vater war ein Liebhaber von Antiken Sachen und vor allem Bauernhäuser waren eine von vielen Leidenschaften. Daher muss ein Café welches meinen Eltern so gefällt nicht zwingend mit meinem Geschmack übereinstimmen. Ich bin da mehr die moderne. Ich dachte mir wir gehen rasch ein Kaffii trinken und dann weiter zu Kambly. Dass ich aber die Entdeckung vom Jahr mache, hätte ich nie gedacht!

Wir kehrten in Aebi`s Töpfer Café ein. Ein wunderschönes Haus mit tollem Garten. Einen Sitzplatz der leider mit einem so kleinen Pfüdi schon zu kalt war. Unten hat es einen Töpferladen mit sagenhaften Kunstwerken. Über Kacheli, Teller, Krüge und verschiedener Figuren findest du alles. Den Künstler darf man über die Schulter schauen und sie sagen auch Grüezi und lächeln!
Mein Puls hat sich nicht nur minimal verändert in diesem Laden. Ich kam beinahe ins hyperventilieren! Okey, vielleicht hat mich auch mein dreijähriger an der rechten Hand zusätzlich etwas nervös gemacht. Kein geeigneter Spielplatz....zu teuer ;o)
Im oberen Stock befindet sich dann das Café. Top Modern restauriert. Alt und neu harmonieren. Alle Speisen werden in eigenem Geschirr serviert. Die Bedienung ist eine und äusserst attraktive Frau. Kennen wir, solche haben wir hier auch. Nur diese schaut nicht nur nett aus, sie ist es auch. Zum Kaffii bekommt man unaufgefordert ein Glas Wasser. Für dieses muss ich hier auch immer kämpfen. Die Speisekarte ist saisonal und regional. Aber fein. Und wie!
Merängge met Niddle, Vermicelle, Brätzeli und lauter solch feiner Sachen.
Viele Zutaten kann man auch kaufen, dass wir am Schluss natürlich auch machten.

Ich habe in diesem Blog einmal versprochen Negatives beim Namen zu nennen. Aber auch gutes. Solltet ihr euch mal dorthin verwirren dann besucht unbedingt dieses Café. Den ihr Slogan stimmt.
"Die Zeit zum genissen"




Also ich bin es!





Meiii, könnte der Herr Studier hier viel lernen. Die Bedienung war alleine und musste arbeiten. Was sie aber konnte weil sie, so denke ich, diesen Beruf auch einmal erlernt hat. Höchstwahrscheinlich hat sie auch einen fairen Lohn. Beim Café in meinem Nachbarort hat es fünf mal mehr Personal. Allesamt unfreundlich und unmotiviert. Was ich enorm schade finde, oft ist weniger halt mehr....

Gestärkt und glücklich starteten wir zum letzten Ausflugsort. Die Guetzlifabrik Kambly.
Zum Glück war ich schon satt. Dort kann man sich ja echt zu Tode fressen..

Was ich aber sonst dort noch erlebt habe gehört in einen neuen Beitrag. Ich sage euch "Sache gits"....!


Liebe Grüsse
Eve

...und ich singe immer noch. Verfluchter Ohrwurm ;o))



Kommentare:

  1. Danke für Deine Hommage ans Emmental.
    Und ja, es gibt sie tatsächlich noch, die "scheuben"tragenden Burefroue! ;-)
    Hier geht alles ein bisschen langsamer als andernorts, aber das ist okay so... :-)
    Wenn Du wieder mal ins Emmental fährst, komm zu einem Kafi vorbei! (Okay, ich hab' nicht so schöne Chacheli wie Aebis...)Würde mich freuen!
    Es liebs Grüessli
    Miriam

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  2. Ich habe mich immer gefragt, ob man ab einem gewissen Alter beginnt solche "Scheube" zu tragen? Wohl eher nicht ;-) Liebe Grüsse aus dem Emmental. Rebekka.

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