Dienstag, 6. März 2012

Sache gits....!

Für die heutige Geschichte muss ich etwas ausholen:

Die grösste Angst von meiner Mutter während meiner Teenagerphase war, dass uns jemand Drogen unterjubeln wird. Sie dachte an Zigaretten mit Pott oder schlimmeres. Klar weiss ich heute von KO Tropfen und gefährlichen Drinks, etc.
Höchstwahrscheinlich werde ich meinem Sohn die gleichen Tipps geben. Nimm nichts von Fremden an!
Doch 1997 wollte ich meiner Mutter krampfhaft klarmachen dass niemanden einem Drogen schenkt. Das bekommt man nicht einfach so, erklärte ich meinem Mami oft......."emmel" nicht gratis!

Letztes Wochenende habe ich wie bereits vor einem Jahr in da vos schön ist verbracht. Meine Leidenschaft zum Kanton Graubünden habe ich hier ja schon öfters erwähnt.
Ich hatte unseren Sohn, 29 Monate, meine Schwester ihren 3 Monate alten Sohn dabei. Trotz dauergeplär vom Kleinsten und nörgeleien von Meinem hatten wir recht relaxende 3 Tage.

Ich finde wenn Geld keine Rolle spielt gibt es keinen schöneren Ort zum Skiferien zu verbringen als Davos. (oder andere Orte im GR)
Schon während meiner Ausbildungszeit habe ich jeweils meine Skiferien in Davos verbracht. Wir buchten ein kostengünstigen Arrangement inkl. Skibillett, kochten selber und hatten dadurch viel Geld für den Ausgang. Ich war während der Boarderhochkonjuktur Jung. Gian Simmen und CO. war top.
Boarden war ein "muss". Wir trugen die Skihosen breit, tief und wahren eigentlich immer gut gelaunt. Niemand verstand uns komischen Menschen, die ständig nur auf der Piste knieten und in komischen Schanzen fuhren oder am Schanzenrand standen und das ganze bestaunten...  Party non stop. Eine Woche feiern. Und trotz Mamis Hinweis nahmen wir gerne und oft alles Kostenlose gerne an...! Doch niemals wurden uns Drogen geschenkt! Alles hart ersparte Feriengeld wurde ausgegeben.


Dieses Mal konnte mir das nicht passieren. Ich hatte kein Geld ;o) Mein überaus grosszügiger Partner hat uns zwar beim Tschüss sagen noch einen Ferienbatzen zugesteckt. Mit diesem konnte ich gut leben und für Partys gab es mit den Kleinen eh keine Möglichkeit.

Doch was liebe ich so am Kanton Graubünden und vermisse es sonst in den Schweizer Berggebieten?!
Wenn ich Schnee unter den Füssen habe möchte ich immer irgendwo Musik hören. Diese Musik muss bekannt und gut mitsingbar sein. Ich möchte Liegestühle, die bei Konsumation kostenlos sind. Ein Essangebot das über Chickennuggets und Pommes hinausgeht UND meinen Wunsch nach einem "Gesichtchen" muss mit einem Nicken registriert werden und schnellstmöglich wenn irgendwie möglich mit einem Lächeln serviert werden. Das alles hätte ich gerne bei top Schneeverhältnissen, knallblauem Himmel und geschätzten 25 Grad in der Sonne.
Diese Bedingungen wahren an diesem Wochenende in Davos perfekt!
Unterstützt wurden sie durch einen feinen Marihuana Geruch im Gondeli auf den Berg. Schlagartig war ich wieder 17 Jahre alt. Ich schnupperte ein, zwei Mal tief und ein seliges Lächeln tauchte auf meinem Gesicht auf. Als seriöses Mami braucht es halt nicht viel. Als meine Schwester dann noch völlig entgeistert meint: "Hey Sis, do lieht e nigelnagel neue Stompe!" Dachte ich mir: Okay Mami hat doch recht...ich suchte die versteckte Kamera, lächelte und packte das Ding in meinen Rucksack ein.

Mein zauberhaft wunderschöner Göttibueb ist ein klitzekleines Schreibaby. Ich wollte ihn an diesem Abend ins Bett bringen. Meine kleine Schwester hatte dringend Ruhe verdient und eine Runde UNO dachte ich mir, verbunden mit wüstem und derben Witzen tut ihr gut. Als der kleine Löwe auch nach 45 Minuten nicht schlafen wollte und ich nahe daran war aus dem 2 Stock zu springen, erinnerte ich mich an mein Mitbringsel im Rucksack.....und die Welt war gar nicht mehr so schlimm.

Es Grüsst Euch,
Eveline


Ps: Ich hoffe ich muss nicht erwähnen dass ich das wunderschöne gedrehte Ding in Davos gelassen habe. Da vos halt schön ist...ich hoffe die nächsten vom Zimmer 217 wissen mein Balkongeschänkli zu schätzen ;o))

Keine Kommentare:

Kommentar posten