Donnerstag, 8. November 2012

Ich bin sprachlos

Gestern haben wir einen Ausflug ins schöne Emmental gemacht. Ich glaube ich war das letzte Mal dort als ich im Schullager war. In der vierten Klasse. Hat mir damals schon gefallen und tut es immer noch. Komischerweise bringe ich seit gestern das Lied aus dem Film mein Name ist Eugen nicht mehr aus dem Kopf/Ohr und so singe ich non Stopp "Im Emmental, Emmental....Emmental..."
Weiss jemand wie es weiter geht?!
Danke für Feedbacks!

Kommunikation ist alles und so haben meine Mutter und ich fängs kurz vor der Autobahn gemerkt, dass wir ja gar nicht ans gleiche Ort wollen. Spontan haben wir beschlossen beide Orte aufzusuchen und uns am Schluss noch mit der  Guetzli Firma Kambly zu belohnen. Ist ja beinahe alles am gleichen Ort, sagte uns die Schweizer Karte. Irgendwie harmonisiert dieser TOM TOM nicht mit uns. Der macht was er will und erzählt den lieben langen Tag scheisse und wenn du ihn dann brauchst ist er fertig mit seiner Arbeit!

Jäno..

Nach einer Stunde Autofahrt, wenn`s denn um Bern rollt, befanden wir uns im Emmental.
Bei wunderschönem Wetter stehen sie da, die prächtigen Bauernhöfe. Gepflegt auf wunderschönen gemähten Matten und mich "tünkts" diese sind noch viel grüner wie bei uns.  Keine Nebelsuppe schwirrt am Boden herum und die Schneebedeckten Berge, deren Namen ich auch nach Jahrelanger Intensivschulung durch meinen Vater immer noch nicht beim Namen nennen kann, geben einen gewaltig schönes Bild ab. Der Himmel dazu ist Knallblau!

Doch irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass sich hier hinten Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Dass alle Frauen ännet der 50 er Jahre noch diese Scheubenkleider tragen die man noch heute an jedem Mark kaufen kann..
Also hier in meinem Dorf sind die ausgestorben und irgendwo müssen sie ja noch getragen werden...denn der Markthändler hat die nämlich immer noch dabei, ich achte mich!

In meinem Laden wo ich hin muss bimmelt dann auch zur Begrüssung ein Glöckchen an der Tür und die äusserst freundliche Frau bedient uns in einer gemütlichen Art wofür du "allwäg" in Zürich entlassen würdest. Sie zeigt mir ihr Laden und mein Sohn darf die Toilette benutzen. Die von mir bestellte Ware ist eins A Qualität und begeistert mich. Dass ich mit dem Namen verabschiedet werde freut mich sehr. Etwas was ich hier schon lange nicht mehr kenne...

Sofort geht es weiter. Mami ist nun Wegtechnisch bestens durch die nette Frau informiert. Unser Tom ignorieren wir. Soll er doch reden. Beide Buben machen auch prima mit und so kommen wir relaxt in Trubschachen an. Dort ist das Café von dem meine Eltern schon so oft erzählt haben. Meine Eltern haben diese Gegend hier geliebt. Gemeinsam sind sie oft mit dem Traumauto hier herum gekurvt.
Mein Vater war ein Liebhaber von Antiken Sachen und vor allem Bauernhäuser waren eine von vielen Leidenschaften. Daher muss ein Café welches meinen Eltern so gefällt nicht zwingend mit meinem Geschmack übereinstimmen. Ich bin da mehr die moderne. Ich dachte mir wir gehen rasch ein Kaffii trinken und dann weiter zu Kambly. Dass ich aber die Entdeckung vom Jahr mache, hätte ich nie gedacht!

Wir kehrten in Aebi`s Töpfer Café ein. Ein wunderschönes Haus mit tollem Garten. Einen Sitzplatz der leider mit einem so kleinen Pfüdi schon zu kalt war. Unten hat es einen Töpferladen mit sagenhaften Kunstwerken. Über Kacheli, Teller, Krüge und verschiedener Figuren findest du alles. Den Künstler darf man über die Schulter schauen und sie sagen auch Grüezi und lächeln!
Mein Puls hat sich nicht nur minimal verändert in diesem Laden. Ich kam beinahe ins hyperventilieren! Okey, vielleicht hat mich auch mein dreijähriger an der rechten Hand zusätzlich etwas nervös gemacht. Kein geeigneter Spielplatz....zu teuer ;o)
Im oberen Stock befindet sich dann das Café. Top Modern restauriert. Alt und neu harmonieren. Alle Speisen werden in eigenem Geschirr serviert. Die Bedienung ist eine und äusserst attraktive Frau. Kennen wir, solche haben wir hier auch. Nur diese schaut nicht nur nett aus, sie ist es auch. Zum Kaffii bekommt man unaufgefordert ein Glas Wasser. Für dieses muss ich hier auch immer kämpfen. Die Speisekarte ist saisonal und regional. Aber fein. Und wie!
Merängge met Niddle, Vermicelle, Brätzeli und lauter solch feiner Sachen.
Viele Zutaten kann man auch kaufen, dass wir am Schluss natürlich auch machten.

Ich habe in diesem Blog einmal versprochen Negatives beim Namen zu nennen. Aber auch gutes. Solltet ihr euch mal dorthin verwirren dann besucht unbedingt dieses Café. Den ihr Slogan stimmt.
"Die Zeit zum genissen"




Also ich bin es!





Meiii, könnte der Herr Studier hier viel lernen. Die Bedienung war alleine und musste arbeiten. Was sie aber konnte weil sie, so denke ich, diesen Beruf auch einmal erlernt hat. Höchstwahrscheinlich hat sie auch einen fairen Lohn. Beim Café in meinem Nachbarort hat es fünf mal mehr Personal. Allesamt unfreundlich und unmotiviert. Was ich enorm schade finde, oft ist weniger halt mehr....

Gestärkt und glücklich starteten wir zum letzten Ausflugsort. Die Guetzlifabrik Kambly.
Zum Glück war ich schon satt. Dort kann man sich ja echt zu Tode fressen..

Was ich aber sonst dort noch erlebt habe gehört in einen neuen Beitrag. Ich sage euch "Sache gits"....!


Liebe Grüsse
Eve

...und ich singe immer noch. Verfluchter Ohrwurm ;o))



Freitag, 2. November 2012

Audi TT Öpfelmuus

Ich brauche wenig Schlaf. Das war laut meiner Mutter schon immer so. So habe ich die Nächte in meinen drei ersten Lebensjahre nicht schlafend verbracht. Das wiederum hat meine Mutter schier zu einem Nervenzusammenbruch geführt. Dann kamen einige Jahre wo ich relativ gut geschlafen habe um dann als Teenager die Ausbildung als Bäcker Konditorin zu beginnen.
Dann habe ich wieder für mehrere Jahre während der Nacht gar nicht geschlafen sondern gearbeitet. Haben wir nicht gearbeitet waren wir gerne und lange auf der Leutsch.
Schlafen war eine Seltenheit!
Dieses Auskommen mit wenig Schlaf ist heute ein sehr grosser Vorteil.
Jeder der Kinder hat weiss, dass die Nächte unberechenbar und sehr kurz sein können.

Doch mein Problem sind selten die Kinder. Im Gegensatz zu mir kommen die nach ihrem Vater und brauchen sehr viel Schlaf!

Wenn es am Abend im Haus ruhig wird und alle Männer schlafen verpasse ich häufig den Abflug. Ich nenne das so. Oft zeigt der Zeiger die Geisterstunde schon deutlich an oder es wird sogar noch später! Ich wurstle durch das Haus. Räume Kinderküchen ordentlich auf. Chatte mit all meinen lieben Menschen auf diesem Erdball. Wasche mir die Haare inklusive Föhnen, so dass auch meine strengen Mittelscheitel Schwestern mit mir zufrieden sind. Neu habe ich das nähen für mich entdeckt. So nutze ich diese ruhige Stunden und schneidere in meiner Hobby Waschküche kleine Hosen und Chäppli die zu meinem grossen erstaunen immer professioneller werden. Manchmal schreibe ich auch an meinen Blog Geschichten, obschon ich über Mittag am spontansten und kreativsten bin! Frau muss hellwach sein um die Gedanken im Kopf schnellstmöglich zu Papier zu bringen. Jeder der mich persönlich kennt weiss von dieser beinahe unmöglichen Kombination, denn ich schwatze und denke unglaublich schnell. Hinzu kommt das legendäre 2 Finger System, welches das ganze grausam erschwert!!

So sitze ich also letzthin relativ wach um etwas nach sechs Uhr auf unserem neuen Sofa
in der neuen Galerie.
Die Nacht zuvor habe ich Fotoalbum online gestaltet. Die Migros bietet gerade 20% an, wuiia!
Der Schlaf kam zu kurz!
An meiner Brust der kleine Mann, hungrig!
Ich kann nicht aufstehen, auch wenn ich das Schauspiel welches sich sogleich vor meiner Einfahrt abspielt bestimmt sauglatt zu beobachten wäre.
"Mich reuts es bizzeli!"
Dafür musste ich aber runter ans Wohnzimmerfenster, da mein Mann ja noch schläft..!
Eine Seltenheit, normalerweise ist er bereits auf der Arbeit um diese Zeit. Also eigentlich meint er ja er schlafe nie mehr durch seit wir diese Kinder haben aber ich höre sein schnarchen deutlich bis draussen, daher gehe ich davon aus, dass er schläft! Basta!! Und es ist das erste Mal diese Nacht wo sich der Kleine meldet.
Anmerkung: Mein Mann geht um halb zehn ins Bett. Jetzt ist es nach sechs. Darf ich euch etwas verraten?! Ich verstehe diese Männer nicht!

Dann höre ich es! Das geknirscht eines misshandelten Getriebes. Das qualvolle absaufen eines Motors. Einmal bestimmt, es könnte aber auch dreimal gewesen sein... Immer wieder, erster Gang, rückwärts Gang...und so weiter. Ich höre das drehen am Steuerrad. Unsere Strasse ist neu gesplittet. Wenn man versucht zu renken ohne Tempo ergibt das ein grausames Geräusch und macht so nebenbei auch unsere nigelnagelneu geflickte Strasse wieder kaputt. Das hat mir nämlich unser Strassenwärter erklärt..! ;o)

Dann die Erlösung, der Motor heult auf. Mit einem Start a la Formel Eins schiesst das Auto viel zu schnell davon.

Was ist passiert?! Was höre ich da?! Dieser grausame Lärm. Hindurch ein Doppelschalenmauerwerk, neuen drei Fach verglasten Fenstern..he?! Was wohl?!

Meine Nachbarin fährt zur Arbeit!

Sie hat gemeint mein Mann sei schon weg. Aber der schläft ja noch!! Auch wenn er ja eigentlich nie schläft! Sie braucht unsere Einfahrt um an der kleinen Sackgasse zu wenden. Das geht  nicht in ihrer eigenen Einfahrt. Steht kein Auto in unserer Einfahrt braucht sie anstatt den heutigen siebzehn (glaubt mir ich übertreibe oft aber nicht heute!!) vielleicht nur vier Anläufe! Bei diesen vier überfährt sie bestimmt fünf Äpfel welche ich dann vom Boden aufkratzen darf! Jeder der diesen Blog regelmässig liesst kennt meine Liebe zu vermatschten Äpfel....
Wir lesen extra wenn wir einparken immer zuerst alle Äpfel auf aber SIE, sie nicht!!

Was mache ich?! Stillen chatte ich meine andere Nachbarin an. "Hey du" frage ich, "auch schon wach"? "Hast du gehört der Audi TT ist gestartet."
Sie: "klar, ich habe mitgezählt!" Hahaha!!
In der darauffolgenden halben Läster-Stunde erfahre ich äusserst amüsiert, dass meine Nachbarin, die welche meine Äpfel zu Öpfelmuus verwandelt und mich beinahe JEDEN Morgen mit ihrem Wendemanöver vor meinem Schlafzimmerfenster kurz weckt (wenn ich nicht eh schon am stillen bin) mit ihrem Auto nur ins Nachbardorf fährt. Dort parkiert sie es auf dem SBB Parkplatz um danach zu ihrem Arbeitsort zu pendeln!! Mit den ÖV!!
Ins Nachbardorf fährt man mit dem Auto in 3 Minuten. Für ihr Manöver hier braucht sie 4 Minuten. (Wenn es schnell geht!) Wie lange sie beim SBB Parkplatz zum einparken braucht ist mir unbekannt. Ich gehe davon aus, dass sie es nicht beim ersten Mal schafft!

Ich bin eigentlich sehr tolerant. Unsere Strasse ist schmal, eng und wir sind alle auf die Mithilfe von anderen angewiesen. Irgendwo parkt immer ein Auto. Doch immer im Herbst mit den Äpfel wird mir das alles zu viel. Jetzt sind zum Glück alle unten. Für 2013 gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder der Baum muss weg oder Frau Nachbarin pendelt bereits mit dem Bus bereits ab hier. Ich muss ihr nämlich bald einmal erklären, dass sie zu Fuss in 4 Minuten an der Bushaltestelle wäre. Wenn sie es in Zukunft nämlich nicht schafft über keine Äpfel mehr zu fahren wird das wenden auf meinem Parkplatz für sie untersagt. Fertig aus die Maus!

Denn im Gegensatz zu ihr gehört mir auch die ganze Strasse ;o)

Will noch irgendwer etwas über meinen Fahrstil sagen?!

Ein tolles Weekend,
Eve








Dienstag, 23. Oktober 2012

Mein Alltag

Ich möchte eigentlich wie wild schreiben. Mein Kopf ist voll von lustigen Erlebnissen welche ich so gern mit euch teilen möchte.
Doch rechtzeitig auf den 3 ten Geburtstag von dem grossen Kleinen teilte mir Pro Juventute im Elternbrief mit, dass nun die schwierigste Trotzphase bei meinem Kind (so haben sie es geschrieben!! MEINEM) vorbei sei. Irgendwie ist dieses Blättchen Papier nicht konform mit unserem Sohn. Der fängt momentan erst so richtig an. In der Verbindung mit keinem Mittagsschlaf und immer besserer Ausdrucksweise ist das eine kleine Katastrophe. Ein zerbrochenes Chicken Nuggets, natürlich von mir entzweit, (er WILL ein ganzes..aber er will KEIN neues sondern das welches ich schon geteilt habe wieder ganz...) eine erneut nasse Unterhose, weil ich zuviel rede (recht hat er ja, muss er deswegen in die Hosen machen?!) oder der Vorschlag auf ein warmes Z` Mittag (er will ein Überraschungsei) lassen ihn Sekundenschnell in ein monströses Geschrei verfallen und nicht oft wirft er sich wieder trotzend auf den Boden. (Ich dachte eigentlich, diese Phase hätten wir abgeschlossen..)
Ich gehe relativ gut mit der Situation um und komme nur kurz an meine Belastungsgrenze wenn z. B. am Wochenende mein Mann neben mir steht. Sein Gesichtsausdruck zeigt deutlich:
mach etwas mit DEINEM Kind (!)
und der kleine Mann auch noch zu "heppen" beginnt.

Weil gerade rechtzeitig auf diese neue Phase habe ich festgestellt, das mein geliebter Kaffeekonsum beim kleinen Mann gegen Abend, also korrekt einfach just um diese Uhrzeit wo ich die Hände frei haben muss um zu essen grausame Verdauungsprobleme führen.
Das heisst nicht, dass er Koliken hat. Ich möchte nicht jammern. Es heisst einfach dass er genau während meinem Z`Nacht nicht kann und Körperkontakt braucht.

Jäno, trinken wir halt keinen Kaffee mehr....

Eigentlich wollte ich von der Nachbarin schreiben, die so grottenschlecht Auto fährt. Eigentlich nicht mein Problem, zum Glück, würde sie es nicht auf meiner Einfahrt machen. Das wäre ein echt lustiger Post geworden. Oder ich wollte über die Rauchende Verkäuferin vom Haller Verkaufswagen schreiben. Der wäre auch gut gekommen. Ist ja eine Riesen Sau, die! Oder über diese Raucherabstimmung, da hätte ich bestimmt angeeckt mit meiner Meinung. Doch Spass hätte ich daran gehabt. Ich hätte so gerne, wie alle Jahre, über diese sinnlosen Plakate geschrieben, dann wäre der Felix aus Österreich, der in der Schweiz wohnt und gut fliegen kann ein Thema gewesen. Ein erneuter Studler Besuch währe erwähnenswert gewesen. Mein Göttibueb der bald Jährig wird und noch immer zum entsetzen seiner Familie (also nicht meiner, hihi) nicht winken kann..ohh jaa das währe ein sensationeller Blog geworden. Kinder vergleichen macht doch sooo viel Spass und ist so extrem sinnlos! Ich hätte gerne über die Mütterberatung geschrieben. Natürlich nicht über unsere TOP Frau, nein, lieber über deren Stellvertretung. Komplizierte Frau.. Dann generell darüber weshalb, wie viel wir Frauen arbeiten wollen oder müssen und weshalb das ein so grosses Thema ist. Dann wollte ich über Mütter schreiben um zu verstehen, warum Erziehung so unterschiedlich sein kann....

....doch was mache ich?! Ich wasche Wäsche. Den ganzen lieben langen Tag. (Also waschen tue ich sie nur bei Niederstrom, wurde ja so erzogen). Es ist unglaublich wie viel mein zweites Kind scheissen tut. Das wiederum nicht mit der Meinung von der Mütterberatung aufgeht. Die sagt nämlich der kleine Mann sei zu leicht. Wie kann er so viel kacken, wenn er nicht genügend isst?!
Er kackt sich den ganzen lieben langen Tag voll.
Nur dann wenn ich essen möchte...dann kann er NICHT!


Ps: ihr fragt euch jetzt sicher wie ich doch zur Schreibpause gekommen bin. Ha! Ich habe den kleinen grossen Mann während der letzten Trotzphase genervt ins Bett gesteckt und er hat sich in den Schlaf geschrien. Gar nicht so übel diese Trotzphase ;o) Der Kleine schläft nun nach dem 2ten Kleiderwechsel
auch friedlich.

...Es ist nun 13 Uhr an einem normalen Dienstag. Ich glaub`s ich lasse mir einen Kaffee raus... und gehe Wäsche zusammenlegen :o)

... und sollte ich unerwartet zu mehr Schreibzeit kommen, erzähl ich die Story von meiner Nachbarin. Immerhin die, weil die ist echt lustig ;o)

Hebed en guete Tag.
Grüessli
Eve

Dienstag, 18. September 2012

Kaiserschnitt. Meine Geschichte.

Ich weiss ich weiss. Schon lange kein neuer Beitrag. Aber hier bin ich wieder. Seit Juli haben sich die Ereignisse bei uns zu Hause überschlagen. Dann am 22 ten September hat sich der Sturm gelegt und der munzig kleine D. hat unser Familien Team komplett gemacht. Wir sind nun ein sehr glückliches 4 er Team.

Doch in diesem Beitrag muss ich die letzten 9 Monate und die letzten 27 Tage kurz aus meiner Sicht präsentieren. Ich denke das habe vor allem ich verdient. Ich mache das für mich. Ich werde damit meine Geburt und Schwangerschaft verarbeiten. Achtung dieser Beitrag wird lang! Wer sich das nicht antun möchte. Weg hier. Draussen scheint die Sonne...
Ein, zwei Frauen werden sich vielleicht nun überlegen ob so eine Schwangerschaft erstrebenswert ist. Ein paar weitere werden den Kopf schütteln und lächeln. Weitere wissen nun dann genau weshalb sie sich das sicher nicht antun und für ganz viele Frauen wird es nicht so gewesen sein. Das ist auch gut so. Doch es gibt's sie nun Mal. Die Geburten meiner Art. Leider werden sie auch 2012 immer noch Totgeschwiegen oder sogar belächelt. Ich werde darüber sprechen. Mein ganzes Leben lang. Die Dramatik wird abnehmen doch ehrlich werde ich bleiben. Das bin ich und so bleibe ich. Es ist unmöglich eine normale Geburt mit einem Kaiserschnitt zu vergleichen. Es gibt kein richtig oder falsch. Doch meistens ist eine normale Geburt verarbeitet wenn das Kind auf der Welt ist...während unsere Verarbeitung dann erst beginnt! Doch eins mag ich nicht! Ich hasse die Aussage:
"Hauptsache draussen!"

Ich lese Elternratgeber, besuche Geburtsvorbereitungkurse und bin rückblickend etwas erstaunt. Alles wird erwähnt, nur die Wahrheit nicht. Dann gibt es sehr gute Kaiserschnittsberichte. Doch die sind mir persönlich wieder zu dramatisch. Ich empfinde beide Kaiserschnitte als "normal". Ich hätte sie mir niemals gewünscht doch ich bin dankbar geht es meinen zwei Buben nun gut. Ohne diesen "Einschnitt" wäre das niemals möglich gewesen. Ich finde es nur schade achten die Ärzte bei dem ganzen Gemetzel nicht auf die Eltern und das ungeborene Kind. Bei aller Routine geht so viel Menschlichkeit verloren!

Seit meiner ersten Geburt 2009 wusste ich das alles anders kommen kann als erwartet. Ich bin relativ gut damit umgegangen. Ich hatte eine problemlose Schwangerschaft mir ging es gut, ich habe lange 100% gearbeitet. Ich hatte in der 40 SSW angekommen in sämtlichen Körperteilen Wasser und war etwa so aktiv wie eine Nacktschnecke. Die eingeleitete Geburt nach 42 Schwangerschaftswochen und der KAISER Schnitt nach 24 Stunden Wehen betrachtete ich als "Erlösung". Ich hatte nie das Gefühl einer normalen Geburt "beraubt" worden zu sein.

Schon im Januar 2012, als ich erfolgreich nach langer Warterei über den Test gepisst habe war für mich klar, das diese zweite Geburt nicht wie die Erste verlaufen sollte! Ich hatte sozusagen von der Ersten Minute Angst, dass etwas schief gehen könnte. Für mich war klar, dass ich niemals wieder einleiten würde. Eher würde ich einen geplanten Kaiserschnitt in Betracht ziehen. Eigentlich wollte ich diese zweite Geburt versöhnlicher gestalten als die Erste.

Doch irgendwie klappte das nicht so. Mir war beinahe 4 Monate Dauerschlecht. Sagenhaftes Timing, haben wir genau in dieser Zeit bei meinem Mami gewohnt und unser Haus umgebaut. Rechtzeitig auf das Ende der Kotzerei habe ich beinahe die ganze Familie ausgelöscht als ich das Pfefferauto zu Schrott gefahren habe. Diese Nacht im Spital und die grosse Angst um einer Plazentablösung haben mich beinahe wahnsinnig gemacht. Wenn man so lange auf eine Schwangerschaft wartet macht so eine Diagnose in der Schwangerschaftswoche 16 einem Krank. Diese Angst um das so kleine Wunder in mir habe ich bis zum Schluss nicht weggebracht. Dauernd versuchte ich mit meinen Händen den Bauch und das ungeborene Leben in mir zu schützen. Mir war es nicht mehr wohl bei grossen Menschenansammlungen. Etwas das ich absolut nicht gekannt habe aus der ersten Schwangerschaft. Dort waren wir an Konzerten in der Ersten Reihe, ich stets mit dem Gefühl von allen "beschützt" zu werden.

Dann rechtzeitig vor den Sommerferien hat meine Ärztin bei einem Routineultraschall Wasser auf dem Köpfchen entdeckt. Nach mehreren Besuchen im KSA konnten die Ärzte Entwarnung geben. Doch meine Angst ist geblieben. Bis jetzt. Bei jedem noch so kleinen nicht normalen Entwicklung denke ich: Könnte es etwas im Köpfchen sein, geht es dem kleinen Mann gut?!

Ein grosser Unterschied war jedoch in dieser Schwangerschaft meine Sportlichkeit. Wenn ich während der Ersten Schwangerschaft absolut nicht aktiv war, ich denke der die Wege zu diversen Haustüren bei meiner Tätigkeit im Aussendienst darf ich nicht dazuzählen, mutierte ich bei der zweiten Schwangerschaft beinahe zur Sportskanone. Wir walkten regelmässig einmal die Woche. Die Wochenenden verbrachten wir als Familie hauptsächlich auf unsere E Bikes. Wir machte oft grössere Velotouren.

Das Baby in mir war wahnsinnig aktiv. Man sagte mir das sei so bei dem zweiten. Oft erwähnte ich ich spüre das Kind so wahnsinnig weit oben. Als sie dann in der 34 SSW feststellten dass die Plazenta Praevia totales ist. Logo spürte ich den kleinen Wurm so gut...
So eine Plazenta Preavia bedeutet, dass es unmöglich ist normal zu gebären. Wir Frauen würden allwäg verbluten und die Versorgung vom Kind ist auch sehr schlecht. Die Chancen für uns beide war also nicht sehr gut.
Jäno dachte ich. Kommt halt noch ein Problem dazu. Auch das packen "wir".

Irgendwie war ich auch ein klein wenig erleichtert. Ich wusste nun, dass möglichst nahe am Geburtstermin ein geplanter Kaiserschnitt stattfinden würde. Alles wurde planbar. Dachte ich.
Ich fing mich mit dem geplanten Kaiserschnitt anzufreunden. Ich war ein bitzeli naiv... Ich machte mit dem Spital einen Termin ab um alles genau zu planen. Ich wollte mit den zuständigen Personen reden. Meine Wünsche äussern. Meine Hebamme besuchte mich vorgeburtlich. Wir erarbeitet eine Liste was mir und auch meinem Mann wichtig ist. Ich dachte ich sei perfekt vorbereitet.

Dann am 2ten August, lange vor meinem Termin mit den weissen Götter und auch lange vor dem errechneten Geburtstermin hatte ich am Morgen früh starke unerwartete Blutungen. Ich musste sofort ins Spital. Dramatik pur. Innerhalb von wenigen Minuten wurden wir auf eine eventuelle Geburt vorbereitet. Ein sehr sympathischer Anästhesist redete von Vollnarkose, ausgeschlagenen Vorderzähnen und einem massivem Blutverlust etc. war die Rede. Meine Wünsche gingen ein kleines bisschen unter... Irgend wie waren wir zwei in diesen Minuten zwar die wichtigsten und doch so gar nicht da!

Ich musste 4 Tage im Spital bleiben. Dann war ich Blutungsfrei. Ganz offensichtlich hat es dem kleinen Mann bei mir gefallen. Er hat jedes Mal gekämpft. Ich durfte bist zu dem nun abgemachten Kaiserschnitt zu Hause bleiben. Mit der strikten Anordnung absolut nichts zu heben. Einfacher gesagt als gemacht. Klein A. war gerade seit 2 Wochen Tagsüber trocken und musste alle 5 Minuten zur Toilette. Doch wir haben uns organisiert. Dank 4 Häfis und den tollen IKEA Schemmeli und meiner Familie. Trotz allem war es zu Hause traumhaft. Die heissen Sommertage in diesem August 2012 sind nicht gemacht um auf plastifizierten Spitalmatratzen zu nächtigen.

Am 22 en August, 20 Tage nach der Blutung sind wir um 06.30 Uhr ins KSA gefahren. Das Risiko auf erneute Blutungen war zu gross. Die Ärzte wollten nicht länger warten. In der SSW 38 angekommen. Nach unendlich vielen Ängsten und Sorgen einfach nur noch Nudelfertig. Das ganze Rösslispiel war bereit. Nur für uns. Seit diesem Tag um 8 Uhr verstehe ich niemanden mehr, der den Wunsch auf eine geplante Sectio hat. SORRY! Einen Notkaiserschnitt OK, mit Komplikationen OK..sich das aber einfach so zu Wünschen, wie es z.B. die Promis tun...ein absolutes NEIN!

Unser Sohn war absolut noch nicht bereit für diese Welt. Ich hatte für diese Geburt, wohlwissend das nichts planbar ist, nur einen Wunsch. Gebt mir das Kind auf den Bauch. Während dem zuebüetze....! Gebt mir mein Kind.
Klein D. kam am 22. August um 08:34 zur Welt. Ich lag da wie der gekreuzigte Jesus. Wusste nicht ist das Kind noch in mir oder schon draussen. Wusste nicht sein Geschlecht...hörte keinen Mucks. Er wollte nicht recht atmen. Seine Werte waren nicht gut. Dann der erlösende Schrei....


Ich bin Partnerin und Mami von den besten 3 Männern!





...ich wollte wieder einmal MERCI sagen.

Meinem Mann der sich tausendmal hinterfragt hat, weshalb er mir diesen grossen Wunsch auf eine zweite Schwangerschaft ermöglicht hat.
Meinen Schwestern, fürs zuhören, mitkommen ins Spital und dort nachzufragen, wenn ich keine logischen Gedanken mehr hatte.
Mami, sorry dass du dir auch sagenhafte 32 Jahre nach meiner Geburt immer noch Sorgen machen musst. Vielen lieben Dank für deine tolle Mithilfe. Ohne dich wäre es wieder einmal nicht möglich gewesen!
Meinen Walkerinnen..was wäre ich ohne euch?!
Isabelle...es gibt beinahe keine Worte.
Freunde die ins Spital kamen.
Familienmitglieder die angerufen haben.
Freunde die nachfragen.

DANKE euch allen vielmals.

Ich verspreche euch... ich werde niemals mehr schwanger sein.
Kuss
Eve.






Donnerstag, 26. Juli 2012

Fledermäuse

Es wird Zeit, dass diese Olympiade beginnt! Es ist grausam mit an schauen zu müssen wie die Journalisten Weltweit sich die Story`s aus den Finger saugen und krampfhaft interessante Geschichten suchen.

Gestern habe ich auf SF 1 einen neuen Beitrag von diesen Kriminalfällen aus unserem Land gekuckt und mich grausam geärgert. Wir haben dieses Phänomen schon öfters  im Familien und Freundeskreis besprochen. Lange habe ich gehadert ob ich auch einen Beitrag dazu schreiben soll. E voilà, hier ist er!

An machen Tagen überschlagen sich die Informationen von neuen Gräueltaten in den Medien. Das Attentat in Aurora soeben. Norwegen mit Herr Breivik Jährte sich auch soeben zum ersten Mal. Kriminalfälle in der Schweiz welche von ungeheuerlicher Grausamkeit geprägt sind, sind leider heute  Tagesordnung. Der Lucie Typ und ebenso der beinahe Armbrust Mörder von Luzern. Alle diese Menschen, oder einige, sind vor ihrem ersten Attentat nie gross aufgefallen. Sagt das verantwortliche System. Sie werden in den Medien als nette und bisher unauffällige Menschen beschrieben. Bohrt man dann ein bisschen weiter, merken sie, dass tausendseitige Manifeste verfasst worden sind oder zum Beispiel auf Facebook alles kommuniziert worden ist!

Sorry ich finde sie nicht nett. Ebenso finde ich, dass wir ihnen zu viel Aufmerksamkeit schenken.  Gerade jetzt im Sommer wo die Nachrichten rar sind, saugen wir die Geschichten von den Toten in Aurora auf. Es berührt jeden. Jeder möchte darüber reden. Auf tragische Weise sind in einer Nacht 12 unschuldige Menschen umgekommen. Kein Mensch wird in einem Jahr noch an diese 12 Menschen denken. Der Attentäter und mögliche Nachahmer werden aber noch Jahre in den Medien sein. Soviel Rummel animiert potentielle Nachahmer doch gerade. Wer versteht schon was in den Köpfen solch kranker Menschen abgeht?!

In der Schweiz lese ich Berichte, wo zur kommenden Batman Premiere die Sicherheitsregeln erhöht werden. Sagt mal wo leben wir?! Wenn wollen wir schützen?! Diese Kranke und feige Sau in Amerika, ebenso in Norwegen oder hier in der Schweiz ein, zwei üble Typen machen nicht zwei Mal das gleiche. Das Justiz System müsste besser organisiert sein. So dass solche Menschen, vor allem wenn sie Ihre Taten schon ankündigen, nicht nur auffallen sondern auch Dingfest gemacht werden.


Im Bürgerkrieg in Lybien, der etwas mehr als ein Jahr nun andauert sterben jeden Tag Menschen. Viele davon unschuldig. Es sind auch viele Kinder dabei. Laut Angaben sind seit Anfang Krieg im Februar 2011 zirka 30`000 Menschen umgekommen. Etwa doppelt soviel sind verletzt! Wer redet von denen?

Ich oute mich hier öffentlich als grossen Batman Fan. Wenn nicht im Kino, dann kaufe ich mir sicher die DVD und schaue in mir an. ICH BIN NICHT KRANK!! Ich bin mir bewusst, dass ich jeden Tag, dank einer üblen Sau sterben kann. Im Kino, im Migros oder sonst wo. Vielleicht sollten wir uns auch überlegen weshalb ein Mensch so krank wird. Alle sprechen immer von diesen Video Games. Bei der Batman Premiere in Aurora um Mitternacht haben sich neben vielen Kinder auch Babys im Kinosaal befunden!!! Ich weiss nicht ob es nützt aber vielleicht wäre das auch einmal ein interessanter Ansatzpunkt. Wenn ich meine Schwester in den USA besuche und um 23 Uhr spontan noch Lust habe zu shoppen treffe ich im Walmart viel Eltern mit Kinder und Neugeborenen an.... Was hat ein Kind an einem solchen Ort zu suchen?! Mein Sohn schläft um diese Zeit. Auch in naher und ferner Zukunft. Er muss auch noch nicht ins Kino. Vielleicht bin ich altmodisch. Sein Tag endet um 19.30 Uhr. Keine Regel ohne Ausnahme, klar! Es besteht die Hoffnung, das er normal und gesund aufwachsen darf....

....etwas was die vielen unschuldigen Kinder von Lybien bestimmt auch möchten...


Liebe Grüsse
Eveline

Ajo, für alle Batman Fans: Heath Ledger als Joker war doch wirklich grandios, oder?!
Darf man das echt noch so empfinden?!?!



Sonntag, 15. Juli 2012

Liebesrezept

Fragt ihr euch manchmal auch wie das mit der Liebe funktioniert?
Was hält zwei Menschen manchmal ein ganzes Leben beieinander?!

Ich bin in einer intakten Familie aufgewachsen. Mein Lebenspartner Ro ebenso und komischerweise auch  die  "angeheirateten" Partner von unseren Geschwister.  Diese 50:50 Regel trifft somit glücklicherweise nicht auf uns und auch nur ganz selten bei unserem Freundeskreis zu.

Trotzdem nutzen wir aktiv jede Chance um mit unserem Gegenüber zu streiten. Konsequent und grausam nervig.
Kein Toilettendeckel, Spinnennetz, Konfiklecks wird ignoriert. Offene Wünsche werden geäußert und eingefordert. Niemand in unserer Familie gönnt dem anderen das letzte Wort. Generell hat jeder Recht...

Eine total ehrliche und ebenso intolerante Familientruppe haben wir da beisammen.

Da stehe ich letzte Woche bei wahnsinnig romantischer Stimmung mit meiner Freundin am Bryan Adams Konzert. Vor mir ein älteres Paar. Der Mann hatte sich wohl bei den einzigen 3 Sommertagen in der Schweiz bis jetzt die Rücken/Armpartie etwas zu fest verbrannt. Auf dem rechten Oberarm war deutlich ein älteres Tattoo zu sehen. In den Schwingen eines entsetzlich hässlichen Adler war das Kinderbild von einem zirka 1.5 Jährigen zuckersüssen Mädchen. Wenn ich den Mann realistisch schätzen müsste, ist dieses Kind heute sicher so alt wie ich, wenn nicht älter. Neben ihm eine sehr sympathische Frau. Normal gealtert. Sicher 60 Jahre alt. In ihren Finger ist eine leichte Gicht zu entdecken. Doch sie lächelt nett und das macht sie (mit der guten, gelösten Stimmung am Konzert) extrem viel jünger.
Keine Ahnung ob sie die Mutter von dem Mädchen ist. Ich gehe einfach davon aus. Alterstechnisch passen die zwei zusammen. Sie sehen nicht ausgewechselt aus. Die Tiefe Freundschaft der beiden ist gut spürbar.
Während jedem (!) Klassiker von Bryan Adams nehmen sich die zweien den Arm und tanzen eng umschlungen.

40 Jahre eine gemeinsame Zeit. Kinder aufziehen, arbeiten, Geld verdienen. Häuser umbauen. Katastrophen überstehen. Tausend kleine und sinnlose streitereien austragen. Was muss ich machen, dass ich mit 60 ig Ro noch an meiner Seite habe?! Nicht nur an meiner Seite, sondern auch in meinem Herz. Dass ich böckig bin, ihn in die Arme zu nehmen und das rund um uns die nächsten 60 Minuten auszublenden?!

Wann geht das verloren in einer Beziehung? Weshalb schaffen die einten es zu behalten und andere bauen einfach eine intakte, seriöse Beziehung auf?

Ich möchte daran arbeiten. Das hat mir das Päärli am Konzert aufgezeigt. Ich muss nur noch eine gemeinsame Leidenschaft finden. Das wird schwieriger. Mein Partner und ich hatten nie gemeinsame Leidenschaften wie Konzerte oder Kulturelles. Vieles machen wir nicht gemeinsam....Ich mache Ro glaube ich den Vorschlag einen VW G60 zu posten. Wir haben noch immer keine Familienkutsche seit ich das Pfefferauto verkackt habe. Diesen motzen wir dann mit jedem Schnickschnack auf und schicken Sohnemann in 15 Jahren an die Autoausstellungen. So wie wir damals. Jung und wild! Wir könnten dann verliebt wie eh und je alle seine jungen Auto Liebhaber Kollegen beeindrucken. Coole Alte hat der Junge. Vielleicht kann ich Ro auch noch zu einem Tattoo überreden?!
Genau so mache ich das ;o)

Jepaa,
ich hoffe der Sommer kommt wieder.
Eveline



Samstag, 7. Juli 2012

Happy Birthday altes Haus

Du meine Güte. War ich wieder lange weg. Manchmal frage ich mich wie es so schnell gehen kann. Wenn man dann aber zurück schaut sieht man wie viel gegangen ist in der Zeit.
Noch zirka 8 Wochen und wenn alles gut geht dürfen wir einem kleinem Menschlein grüezi sagen. Ich habe zwar das Gefühl die Lieferbedingungen bei dieser Schwangerschaft seien etwas anstrengender als beim kleinen Mann vor 3 Jahren aber vielleicht wird auch die Ungeduld nur grösser.

Unser grosse Umbau geht zu Ende. Noch warten wir auf neue Fensterläden, eine Türzarge muss noch ersetzt werden, da die Badewanne wirklich zu gross für unser Treppenhaus war und irgend einmal muss alles noch gefugt werden.
6 Monate hat dieser Umbau gedauert. Die ersten 3 davon dachte ich gehen nie vorbei. Schaut man zurück, war alles easy.

Mann/Frau kann also tatsächlich aus einem alten Haus ein neues machen. Heute sieht man die 50 Jahre welches unser Haus dieses Jahr auf dem Buckel hat, nur noch äusserlich an. Wenn man wie wir wirklich alles erneuern will, braucht ein solcher Akt viel Zeit, eine gute Planung, möglichst wenig schon geborene Kinder, viel Kraft, eine sehr intakte und stabile Beziehung, Durchsetzungswille, viel Erspartes, Spontanität und gute Nerven.

Ich habe das bestimmt in dieser Blogreihe schon öfters erwähnt. Ohne gute Zusammenarbeit mit Handwerkern eine Handvoll guter Freunde, eine starke Familie und den Mut inmitten all deren mit dem Partner über sinnloses zu streiten, ohne all das geht so ein Umbau nicht.
Ich bin grausam launisch zur Zeit. Deshalb gebe ich allen Mannen die meinen Blog lesen den gut gemeinten Tipp. Wenn ihr ein Haus umbauen möchtet. Egal ob ihr bei diesem Projekt auf eure Partnerin angewiesen seit oder nicht. Tut es bevor sie Schwanger ist. Danach geht sie euch nur noch non stopp auf den Senkel.
Ich bedanke mich bei allen die während den letzten 6 Monaten mich aushielten und ab und zu mit Ro einen Jäger gekippt haben.
Danke!

Eure Eveline.